Hier sehen Sie ein Diagramm aus der Akustik.

Die Hörschwelle ist die Kurve im Bild, die am letzten Buchstaben des Wortes "Hörschwelle" entlangläuft.
Je weiter diese Linie nach unten gelangt, desto sensibler ist das Gehör auf die Frequenzen. Zusätzlich sind weitere Informationen eingetragen, die im Folgenden erklärt werden:

MH - Mittelton Hören: unser Hören ist zwischen 1.000 und 6.000 Hz am empfindsamsten. In diesem Bereich liegen die Hauptfrequenzen der Konsonanten und die Formanten (Obertöne) der Vokale. Dieser Bereich ist für die sprachliche Kommunikation am wichtigsten. Er wird im Hochton-Training, welches im Audiva® HWT Training immer ab 1000 Hz einsetzt, hervorgehoben.

Hörschwelle: KLICK Vergrössern auf das Bild!

TH - Tiefton Hören: unser Gehör nimmt tiefe Frequenzen immer geringer wahr, je tiefer sie sind (Hörschwelle geht links nach oben). So sind die Grundtöne der Sprache (100 bis 300 Hz) für das sprachliche Verständnis der Menschen miteinander nicht wichtig. Sie geben jedoch der Stimme und der Musik das Fundament, die Bodenständigkeit. Die Frequenzen zwischen 300 und etwa 1000 Hz enthalten vor allem die ersten Formanten der Vokale.

TS - Tiefton Spüren: Gleichzeitig werden Haut- und Körpersensoren mit tiefer werdender Frequenz immer sensibler (gestrichelte Kurve nach Bekesy). Therapeutisch genutzt durch die Klangfühlbox.

HH - Hochton Hören: Frequenzen über etwa 6.000 bis 9.000 Hz übertragen keine oder kaum noch Sprachinformationen. Sie übertragen emotionale Informationen. Z.B. wird bei der Einstellung 9000 Hz am HWT von vielen Menschen ein Kribbeln, viel Energie und ein Zustand von Geborgenheit empfunden.
Die allgemein gültige Annahme, der Mensch höre nur bis 20.000 Hz muss überdacht werden:
1. Bekesy 1957 (The Ear, Georg von Bekesy, Scientific American, offprint): Kinder hören bis 40.000 Hz!!!
2. Japanische Studien belegen, dass Erwachsene Musik über Lautsprecher mit 20-40.000 Hz als schöner bewerten. Ihre Alphawellen im Gehirn steigen an und die Aktivität des emotionalen Systems im Gehirn steigert sich (hypersonic effect).

HS - Hochton Spüren: So könnte man auch den Effekt der Hochton-Knochenleitung (Tomatis Horchtraining) erklären: Über die Haut werden durch noch unbekannte Rezeptoren Informationen an emotionale Bereiche des Gehirns gesendet.

Vertiefung

Betrachten wir den Bereich HS und HH genauer:

Wir müssen uns erstmal von einigen gelernten Vorstellungen lösen:
1. der Bereich "Ultraschall" und alle Wirkungen, die ihm zugeschrieben werden, beginnt nicht erst ab 20.000 Hz sondern nach meiner Idee bereits ab dem Bereich HH / HS im Bild. Also dort, wo der Bedeutungsbereich der Sprachfrequenzen endet. Die Grenze von 20.000 Hz wurde irgendwann willkürlich gewählt und hat keinerlei wissenschaftliche Begründung.
2. der Bereich "Ultraschall" überlappt mit dem Bereich "normales Hören" bis hinauf zu 40.000 Hz (Kinder hören so hoch, Bekesy 1957).
3. Die Haut kommt als Rezeptor hinzu. Nicht nur das Ohr, sondern auch die Haut hört bzw. spürt. Zwischen Hören und Spüren besteht Forschungsbedarf!

Dieses Phänomen wird Hypersonischer Effekt (Hypersonic Effect) genannt.
Folgende Forschungsarbeiten sind eine Grundlage:

1. http://jn.physiology.org/cgi/content/full/83/6/3548

2. http://www.arraytherapeutic.com/library/articles/HypersonicEffectBody-Ear%20study.pdf

Dieser Effekt tritt erst bei Schall über ~20.000 Hz (willkürliche Grenze!) auf und geht nicht über Kopfhörer. Es muss also die HAUT sein, die wahrnimmt.
An dieser Stelle möchte ich auf den Knochenhörer verweisen, denn er stimuliert die Haut.
Somit kommen der Nutzen und die Wirkung des Knochenhörers über die hochgefilterten Frequenzen des HWT, nicht von den tiefen!
 

Recherche: Ultraschall & Musik

Instrumente strahlen viel Energie über 20.000 Hz ab.
So ist der Vorteil der klassischen Live-Musik ganz klar zu verstehen: dort sind alle Frequenzen präsent. Sie erreichen den Körper auf natürliche Weise und das Hochton Spüren findet statt. Aber beachten Sie bitte meine Definition zuvor: HS findet bereits bei allen Frequenzen über dem Sprachbereich statt.

Inzwischen haben Biologen auch festgestellt, dass man das Nervenzellenwachstum mit Ultraschall verstärken kann:

http://www.arraytherapeutic.com/library/index.html

Obwohl dieses rein technische Verfahren sind (seelenlos, weil ohne Musik) die mit Impulsen arbeiten, zeigen sie doch eine ganz neue Richtung.

Nun wird weiter klar, dass die Ultraschalluntersuchung an Schwangeren nicht ungefährlich ist, bzw. etwas auf der Zellebene bewirkt, von dem man noch gar nicht weiß, wie und was.
Gefährlich sind auch die aus dem Militär bekannten Ultraschallrichtsender, die mit zwei sich kreuzenden Hochenergie-Ultraschall-Strahlen arbeiten und an einem bestimmten Ort im Raum plötzlich normal hörbaren Schall entstehen lassen. Solche Anlagen sollen sogar in Museen schon eingebaut sein.
Es kann gut sein, dass Kinder auf solche Signale reagieren, da sie ja bis 40.000 Hz über ihre Ohren wahrnehmen (Bekesy).
Dazu kommt die akustische Umweltverschmutzung mit Marderschrecks, die sogar im Verdacht stehen, Tinnitus zu verursachen!

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/gerhard-wisnewski/ultraschall-der-horror-aus-nachbars-garten-.html

Uwe Minning