AVWS

AVWS heißt: Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS). Dieser Begriff ist eine Zusammenfassung verschiedener Hörleistungen des Gehirns, die mit der Erfassung, der Weiterleitung und mit der Verarbeitung akustischer Signale zusammenhängen und in dessen Prozessen Probleme (Störungen bzw. Einschränkungen) nachweisbar sind. Wenn nur eine oder mehrere Hörleistung(en) massiv gestört ist, hat dies Auswirkungen auf das Sprechen, Lernen und Verhalten.

Eine Ursache ist sicherlich die ständig wachsende Reizüberflutung durch Spielkonsolen, Fernsehen, Computer und unsere schnelllebige Informationsgesellschaft, gekoppelt mit einer allgemeinen Unwissenheit darüber, wie stark das Umfeld, Krankheiten und die Kindheitserlebnisse die Hörverarbeitung eines Kindes prägen.

AVWS umfasst mehrere mögliche Störungsbilder:

Wir hören nicht nur mit den Ohren

Die Fähigkeit des Menschen, Schallsignale zu verarbeiten, wahrzunehmen und auszuwerten, ist zunächst abhängig von einem intakten Ohr (peripheres Hörvermögen) und danach abhängig von der weiteren Verarbeitung im Gehirn (zentrale Hörverarbeitung).
Ist diese zentrale Hörverarbeitung beeinträchtigt, kommt es z. B. zu leichter Ablenkbarkeit durch andere Reize, häufigem Verwechseln ähnlich klingender Laute, reduzierter akustischer Merkfähigkeit, mangelhaftem Richtungshören, u. a. m.
Diese Beeinträchtigungen manifestieren sich dann als Teilleistungsschwächen und sind in der Regel mitverantwortlich für Sprachentwicklungsstörungen, Lese-Rechtschreib-Störungen (hier), Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (hier) bis hin zu Verhaltensauffälligkeiten (hier).