Schwerhörigkeit und Hörtraining
In der Grafik können Sie sehen, wie die Hörfähigkeit mit zunehmendem Alter immer mehr abnimmt. Besonders zwischen 40 und 60 Jahren ist der Verlust an Hörfähigkeit besonders groß.
Auch andere Fähigkeiten nehmen mit dem Alter ab, so zum Beispiel die allgemeine Beweglichkeit. Wenn man nichts tut, spürt man spätestens ab ca. 40 Jahren einen Abbau in der Mobilität. Allerdings ist es allgemein bekannt, dass durch ein regelmäßiges Training der Muskeln und Gelenke, durch Fitness-Training oder Freizeitsport wie Wandern, dem allmählichen „Einrosten“ entgegengewirkt werden kann.
Wussten Sie, dass in Ihrem Mittelohr die kleinsten Muskeln des Körpers arbeiten?
Fitnesstraining für das Ohr!
Das AUDIVA Hörtraining sieht vor, dass Sie speziell zusammengestellte Musik über Kopfhörer und den AUDIVA Hörwahrnehmungstrainer hören.
Das klingt einfach. Zu einfach? Schwierig in Worte zu fassen, was man nur spüren und fühlen kann! Sie können sich
hier einige Beispiele anhören und einen Eindruck gewinnen.
In hohem Maße heilt der Patient sich selbst und aus eigener Kraft. Dazu braucht er einerseits eine körperliche Anregung für seine Hör-Muskeln (im Mittelohr sitzen die kleinsten Muskeln des Körpers), für seine Haarsinneszellen im Innenohr (Hörschnecke, Cochlea) (darin arbeiten die äusseren Haarzellen ähnlich wie Muskeln) und für eine positive Grundstimmung (diese unterstützt die von uns vorgesehene Musik). Diese Anregungen liefert das AUDIVA Hörwahrnehmungstraining.
Das wichtigste Merkmal des AUDIVA Hörtrainings ist die Hochtonfilterung. Es werden hohe Frequenzen (im Hochtonbereich über 1000 Hz), die bei Schwerhörigkeit als erstes betroffen sind - verstärkt dem Ohr angeboten.
(Eine ausführliche Darstellung der Funktions- und Wirkungsweise unserer Hörwahrnehmungstrainings finden Sie
hier).
Die Musiktitel sind mit Grund aus dem Bereich Mozart, Bach und Vivaldi gewählt. Sie wirken entweder „aufmunternd“ oder „entspannend“, je nachdem ob Sie das Hörtraining morgens oder abends über das Gerät hören. So ergibt sich eine komplexe und positiv stimmende Anregung für Ihr Gehör – die Grundlage für die Verbesserung Ihrer Hörwahrnehmung.
Ähnlich wie bei einem Muskeltraining kann es sein, dass Sie zu Beginn des AUDIVA Hörtrainings mit Musik (Phase A) unangenehme Empfindungen im Ohr spüren – z. B. ein leichtes Ziehen oder Drücken. Das ist ein positives Zeichen: Es findet eine Anregung statt! Analog zum Fitnesstraining: Lang unbenutzte Muskeln verursachen erstmal Muskelkater, doch längerfristig verbessert das Training die Muskelleistung.
Trainingsempfehlung zum Einstieg: beginnen Sie im Selbstversuch mit Level 1 und steigern Sie die Level nach Gefühl, spüren Sie nach Innen, was das Hörtraining mit Ihnen macht.
Ihr AUDIVA Hörtraining:
Die Wirkung der veränderten Musik auf Ihr Wohlbefinden müssen Sie einfach erleben! Die Trainingsmaterialien erhalten Sie bei uns, entweder zum Verleih oder zum Kauf. Sie brauchen folgendes Material:

- Komfortlösung: HWT spectrum, hochwertiger Kopfhörer bis über 25.000 Hz, Knochenhörer (optional).
HWT Lösung mit Komfort:
HWT spectrum: Mit integrierter Musik - Akkubetrieb - Oberton-/Ultraschallgenerator - maximale Kabelfreiheit - Musik und Naturklänge auf integriertem 8 GB USB Stick:
7 Std. Mozart, Bach, Vivaldi. 1 Std. Wasserklänge (Pfälzer Waldbach), ca. 20 Min. Katzenschnurren (besonders beruhigendes tiefes Schnurren. Gut über einen Knochenhörer spürbar!)
Ein Obertongenerator ist integriert. Dadurch wird die Aktivität im Nervensystem erhöht („Hypersonic Effekt“).
Lieferumfang: Netzladegerät, Autoladegerät, Trainingsplan und Bedienungsanleitung. Im Verleih oder Kauf erhältlich, lesen Sie die Broschüre.
Anschlüsse für 2 Kopfhörer, 1 Knochenhörer (alles Stereo). Den Kopfhörer finden Sie hier, den Knochenhörer hier.

- HWT Lösung einfach und kostengünstig: CD-Player, Musikmaterial, HWT standard, sehr guter Kopfhörer bis über 25.000 Hz.
HWT Lösung einfach und kostengünstig
Der
HWT standard ist einfach zwischen einem tragbaren CD-Spieler und Kopfhörer zu schalten.
Lieferumfang: Verbindungskabel zum CD-Spieler, Netzadapter, Trainingsplan und Bedienungsanleitung. Im Verleih oder Kauf erhältlich, lesen Sie die Broschüre.
Persönliche Beratung erhalten Sie unter Tel : 07626-9779-0
Hier erhalten Sie ausführlichere Informationen über die Funktions- und Wirkungsweise der AUDIVA Hörwahrnehmungstrainer.
Hintergründe
Die alltägliche Geräuschkulisse und ihre Auswirkungen auf das Ohr
Je früher Sie beginnen, Ihr Ohr zu trainieren, desto wahrscheinlicher sind Erfolge. Es spielt für die Effektivität des Trainings aber eine große Rolle, WAS Sie hören:
Die moderne Arbeitsumwelt belastet das Ohr und das Gehör:
- Im Büro hören Sie Telefonklingeln, Computersurren, Tastaturanschlagsgeräusche, Mausklicken, Stimmengewirr ...
- In der Industrie müssen Sie die Maschinengeräusche ertragen.
- Selbst als Bauer sitzen Sie stundenlang im Trecker und hören permanent Maschinenlärm.
- Auch zuhause besteht die Geräuschkulisse aus Küchengeräten, Rasenmäher, Kindergeschrei, Hundegebell, Baustellenlärm, Straßen- oder Fluglärm......
Meist sind Sie sich den Hintergrundgeräuschen gar nicht mehr bewusst, weil sie immer da sind. Das Gehirn lernt auch wegzuhören. Doch wo soll das Ohr sich erholen?
All das woran wir uns unbewusst gewöhnt haben, erzeugt Stress, wenn es nicht regelmäßig ausgeglichen wird. Ähnlich wie das Auge Entspannung braucht, wenn zu viele Reize über längere Zeit eintreffen (Sie kennen das sicherlich von längerer Arbeit am Computer oder längerem Fernsehen), braucht auch das Ohr immer wieder Entspannung, damit die vielen künstlich erzeugten) Hörreize keinen Stress hinterlassen (Studien zur Wirkung Fluglärm beweisen, dass z.B. Herzerkrankungen zunehmen! siehe http://www.fluglaerm.de/) und siehe hier:
Was passiert, wenn Lärm auf den Organismus einwirkt?
Viele Menschen greifen als Gegenreaktion zur Übertönung und stecken sich die Ohrhörer von Ipod, MP3 etc. in die Ohren oder stellen das Radio bzw. den Fernseher entsprechend laut. Dasselbe passiert häufig zur „Entspannung“ – man setzt sich Abends nach getaner Arbeit vor den Fernseher oder hört eine Musik-CD. Doch ähnlich wie Fernsehen nach einiger Zeit die Augen ermüdet und ein Augenflimmern erzeugt, sind die komprimierten Schallsignale, die aus IPod(r), IPhone(r), Radio, CD-Player oder Fernseher dringen, zum Nachteil für die Hörwahrnehmung (siehe
Untersuchung von MP3 Musik).
Bewegung für Ihre Hörsinneszellen
Gehen Sie mit Ihren Beschwerden zum Ohrenarzt, wird Ihnen meist empfohlen, sich ein Hörgerät zu besorgen. In schweren Fällen von Hörverlust mag das die einzige Möglichkeit sein. Doch denken Sie an einen Menschen mit leichten bis mittelschweren Bewegungsproblemen. Dieser wird mit einiger Sicherheit zunächst eine Physiotherapie – ein Muskelaufbautraining – verschrieben bekommen. Das muskuläre System des Menschen kann mit Bewegungstraining (Fitness, Sport, Wandern...) aufrecht erhalten und auch reaktiviert werden.
Normalerweise ist das Ziel in der Therapie heutzutage das Rückerlangen der eigenen Mobilität. In schweren Fällen oder zur Unterstützung des Aufbautrainings wird eine Gehhilfe verordnet – Ziel ist aber immer, diese möglichst irgendwann nicht mehr zu brauchen. Doch im Bereich des Hörens kennen die Fachleute meist keine optimistische Prognose: "Wenn die Haarsinneszellen im Innenohr abgestorben sind, besteht keine Hoffnung mehr.", lautet die gängige Meinung.
Doch es ist nicht nachweisbar, ob die Haarzellen tatsächlich abgestorben sind oder nicht. Meist handelt es sich um einen Rückschluss: Sie hören die Pieptöne des Audiometers nicht mehr oder erst bei hoher Lautstärke und die Erklärung dafür sind angeblich abgestorbene Haarsinneszellen, obwohl sie in Wirklichkeit vielleicht reanimierbar wären.
Das Phänomen „Hören“ ist ein Zusammenspiel aus vielen verschiedenen Funktionen, für die auch andere Fähigkeiten wie Höraufmerksamkeit, Differenzierung von Sprache, Hörmerkspanne etc. eine maßgebliche Rolle spielen. Am Hören sind weit mehr Faktoren beteiligt, als nur die Haarsinneszellen.
Der Therapieansatz von AUDIVA ist vergleichbar mit einem Fitnesstraining: Durch speziell gefilterte und bewegte Musik wird eine Bewegung im Hörorgan angeregt, die für mehr Durchblutung und Stoffwechsel in beteiligten Ohr- und Hirnbereichen sorgt. Hörgeräteakustiker, die das Hörgerät an Ihre Hörsituation anpassen, kennen das Problem der Akzeptanz des Gerätes, was auch daran liegt, dass die verstärkten Hörsignale von Ihrem Gehirn nicht mehr gut verarbeitet werden. Auch in dieser Phase kann ein AUDIVA Hörtraining sehr hilfreich sein, um Ihre Hörverarbeitung zu aktivieren, damit Sie die vom Hörgerät verstärkten Signale wieder gut verarbeiten können.
Machen Sie einen Selbstversuch und überzeugen Sie sich von den positiven Effekten des AUDIVA Trainingsprogramms!



