Auswirkungen digitaler Audiotechnik

Allgemein wird der Hörbereich des Menschen auf 20 Hz-20 kHz festgelegt. Daraus folgerten dann die Erfinder der CD die Abtastrate von 44,1 kHz.
Könnte man den Zusammenhang zwischen Bandbreite und zeitlichem Auflösungsvermögen eins zu eins auf den Menschen übertragen, wäre es widersinnig eine höhere zeitliche Auflösung zu fordern, da der Mensch diese dann ohnehin nicht wahrnehmen könnte. Diese seit Erfindung der Digitaltechnik proklamierte Festlegung muss aus heutiger Sicht jedoch deutlich in Frage gestellt werden.

Denn der Mensch hört nicht nur mit dem Ohr. Der „psychische Filter“, nämlich unser Gehirn, ist Teil des menschlichen Übertragungssystems und bestimmt die Hörwahrnehmung immer mit.

Neuere wissenschaftliche Untersuchungen belegen beispielsweise durchaus die Fähigkeit, die Anwesenheit von eigentlich unhörbar hohen Frequenzen „spüren“ zu können. Wenn es um Richtungswahrnehmung geht, sind Winkelabweichungen von nur 3-5 Grad exakt wahrnehmbar. Das entspricht einer Laufzeitdifferenz zwischen beiden Ohren von etwa 10 µs. Im Bereich der Instrumentenakustik nimmt der Mensch kleinste Signalstrukturen bis hinab zu einer Größenordnung von 5 µs wahr. Rechnet man die 20 kHz der CD-Obergrenze um in Zeitauflösung, ergibt das 25 µs.

Beim AUDIVA HörWahrnehmungsTraining HWT wird das Musiksignal über Filter und Pegelsteller hochtongefiltert und lateralisiert. Es entstehen neue Klangstrukturen, die sehr feine Nuancen aufweisen. Diese können nicht verlustfrei auf einer CD gespeichert werden, wie wir gerade erfahren haben.
Es genügt jedoch, die begrenzte Qualität der CD als Eingangssignal für den HWT zu verwenden, da dieser ja die Strukturen selbst neu erzeugt.
Wir möchten jedoch keine weitere Verringerung im Eingangssignal, wie es bei MP3 und allen komprimierten Hörsignalen der Fall ist!
Alle HWT Geräte arbeiten mit analogen Filtern und Pegelstellern!

Die Bewertung der Digitaltechnik führte zu Übertreibungen, wie beispielsweise das Aufdrucken von "Digital" auf Kopfhörern. Obwohl jeder Hersteller von Kopfhörern weiß, dass ein Kopfhörer immer analog ist, woran sich auch nichts ändern wird. Es wurden über Jahrzehnte völlig falsche Tatsachen vorgetäuscht und eine scheinbare Überlegenheit der Digitaltechnik demonstriert. Für den Bereich Zeitauflösung bewegt sich die Audio CD technologisch auf dem Stand der 1950er Jahre.

Hauptsächlich durch Digitaltechnik verfälscht werden

  • die Obertöne
  • die feine räumliche Wahrnehmung
  • die Atmosphäre der Musik

besonders bei

  • bei instrumenteller Musik (klassische Instrumente)

Diese Art von Verfälschungen sind nicht unbedingt für jeden sehr offensichtlich hörbar; insbesondere ohne direkten Vergleich zum Ursprungssignal. Und leider vermißt man diese Anteile nicht zwangsläufig, solange man es nicht besser kennt oder mal wieder ein Instrument „von Angesicht zu Angesicht“ live hört.

Noch schlimmer wird es bei den datenreduzierten Formaten: mp3, mp4, mpeg, das mittlerweile schon als „CD-Qualität“ verkauft wird. 

Quelle: "Die Zeitauflösung in der Musikübertragung" von Ralf Koschnicke > lesen Sie den Originalbericht.

Uwe Minning, Mai 2010


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