AUDIVA® Test-CD spezial

Diese Audio-CD bietet differenzierte Testverfahren als Erweiterung zur Test-CD (TU 03 A) oder auch eigenständig einsetzbar. Sie können damit Fehlerarten und Leistungsverbesserungen genauer dokumentieren, da einige Tests weiterentwickelt wurden. Die CD richtet sich an therapeutische und ärztliche Praxen sowie Beratungsstellen. Die Subtests sind teilweise für Kinder ab 5-6 Jahren und allgemein bis zum Erwachsenenalter geeignet.

 

TE 05 A AUDIVA Test CD spezial: Audio-CD mit Beschreibung und 2 x Testbogensatz

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TEB 05 A Weitere Testbogensätze A4 geheftet

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Inhalt der Test-CD spezial:

1. Track: Testsignal, Einstellung der Abhörlautstärke

2. - 29.  Track: Sätze nachsprechen 300% / 150 %

Die Sätze sollen wortgleich nachgesprochen werden. Der Schwierigkeitsgrad steigt an. Das Alter, ab dem die Aufgabe richtig gelöst werden soll, ist auf dem Testbogen angegeben.
Die Sprechgeschwindigkeit der CD-Aufnahme wurde prozentual erhöht. Ausgehend von einer besonders langsam gesprochenen Vorlage (100%), ergibt sich nach Computerbearbeitung die Geschwindigkeit 150% als „normale“ und die 300% als „schnelle“ Sprechgeschwindigkeit.
Es wird immer zuerst die 300% Version vorgesprochen und danach die 150% - falls erforderlich.
Z.B. beginnen Sie mit Track 2 „Das Auto ist rot“. Wird dieser Satz richtig nachgesprochen, überspringen Sie Track 3 mit 150%. Spätestens die 150% sollten fehlerfrei nachgesprochen werden können.
Es kommt vor, dass das Kind sich zunächst einhören muss. Daher kann das erste Hören von 300% fehlerhaft sein und die nachfolgenden Sätze mit 300% gelingen dann. Da ja immer die 150% Version folgt, sollte ein richtiges Nachsprechen bei 150% gelingen.
Sie können auch entscheiden, nur die normale 150% Version nachsprechen zu lassen. Dann starten Sie nur den jeweiligen Track der 150% Version.

Hintergrund: Die Überlegung dabei ist, die Sprachverarbeitung auf Schnelligkeit zu überprüfen. Ist die phonologische Entwicklung nur schwach oder unsicher entwickelt, gelingt es dem Kind unter normalen Bedingungen gerade noch die Sprache zu verstehen, wenn normal oder langsam gesprochen wird. Es hat jedoch keine Reserven! Gleiches gilt ja für Wahrnehmung mit/ohne Störlärm: ohne Störlärm gelingt es - mit Störlärm nicht (Siehe LUT auf dieser CD).

Außerdem geht es um die Abstrahierung von Sprachwahrnehmung. Merkmal der integrierten Sprachwahrnehmung ist ja, nicht mehr an den einzelnen Phonemen oder Silben zu hängen, sondern direkt, nach den ersten Lauten bereits das innere Lexikon zu öffnen.
Durch die hohe Geschwindigkeit 300% verlagert sich die Sprachwahrnehmung automatisch auf eine abstrakte Ebene, so dass die Kinder mit unsicherer Sprachwahrnehmung hier auffallen - oder bei Lautunterscheidung, Merkfähigkeit.   
Notierung: Richtige/falsche Antworten unter dem Satz abhaken/streichen. Falsche Wörter dazuschreiben. 
Hinweise: Wenn z.B. statt „Großvater“ „Opa“ wiedergegeben wird, deutet dies auf eine Aufmerksamkeitsstörung hin und ist als leicht auffällig zu werten.
Training: Wenn geringere Geschwindigkeiten (150 %) für das Verstehen des Inhalts notwendig sind, ist im Training Phase B verlangsamt vorgesprochenes Material besonders geeignet (Hörbücher mit verlangsamter Sprechgeschwindigkeit).
Normwerte: Da es hier um die Geschwindigkeit der auditiven Verarbeitung in Bezug auf Sprache geht, vergleichen Sie diese Ergebnisse mit denen im Ordnungsschwellentest im auditiven Bereich (nichtsprachliche Zeitverarbeitung). Sobald Normwerte veröffentlicht werden, können Sie diese bei uns über das Internet beziehen.

Direktlink: Fachbereiche/Diagnostik/Audiva Test-CD für die auditiven Funktionen und Normwerte.

30. - 35. Track: Geschichte nacherzählen 300% / 225% / 150%

Für die Überprüfung der Langzeitspeicherung, Serialität und des sprachlichen Ausdrucks.
Die Geschichte soll sinngemäß, mit eigenen Worten nacherzählt werden.
Notierung: Wenn möglich, die Version des Patienten auf dem Testbogen mitschreiben.    
Hinweise:
• Bitte lesen Sie auch den vorherigen Abschnitt: Sätze nachsprechen.
• Ist ihr Proband bereits bei 300% im Sätze nachsprechen überfordert, sollten Sie hier nur die 150% Version vorgeben.
• Kinder mit starken Speicherproblemen wissen oft nur noch Teile der Handlung oder können gar nichts darüber erzählen. Wenn den Kindern jedoch gezielte Fragen zum Inhalt (wie z. B. War es ein Junge oder ein Mädchen? Was war mit ihm?) gestellt werden, können sie diese interessanterweise oft (teilweise) beantworten! Beachten Sie auch die Reihenfolge, Satzstruktur und den Wortschatz des Patienten.
Training: Erstaunlich ist, dass bei den hier vorliegenden Schwierigkeiten (Inhalt merken und wiedergeben), bei den meisten Kindern Verbesserungen mit Einsatz des Hörwahrnehmungstrainings mit Musik eintreten, ohne dass explizit an der Merkspanne und Serialität gearbeitet wurde.
Normwerte: Dies ist ein Beobachtungstest. Zunächst können Sie feststellen, ob die Erinnerung (Kurzzeitspeicherung) und das Nacherzählen grundsätzlich möglich ist. Wenn es nicht vollständig gelingt, stellen Sie entsprechende Fragen, die die Antwort nicht vorwegnehmen, jedoch eine Auswahl lassen: z.B.: „Wann stand er auf?“, „Wer besuchte ihn?“ usw.. Antwortet das Kind auf solche Fragen richtig, hat es die Geschichte zwar gespeichert, kann sie jedoch nicht spontan abrufen (dann ist der Test als leicht bis mittelgradig auffällig einzustufen).
Wenn das Kind auch nach Fragen nichts oder nur wenig von der Geschichte wiedergeben kann, ist das Ergebnis als stark auffällig einzustufen.
Je nach Entwicklungsstand ab 5-6 Jahren durchführbar.

36. - 43. Track: Lautunterscheidungstests

Überprüfung der Lautdiskrimination mit und ohne Störgeräusch (Stimmengewirr), seitengetrennt mit Nonsens-Silben.
Die Nonsens-Silben (Quatschwörter) sollen nachgesprochen werden. 
Im Vergleich zu den LUT auf der Test-CD (TU 03 A) haben wir hier folgendes verändert und verbessert:

Voraussetzung: Alle Laute müssen beim Kind vorhanden sein!
Ausnahmen: Auf Grund dialektischer Varianzen in den verschiedenen Bundesgebieten werden falsch gesprochene Vokale nicht bewertet (lediglich optional als Nebenbeobachtung).  
Vorbereitung auf das Störgeräusch: nach der Durchführung des jeweiligen Tests ohne Störgeräusch Pausentaste drücken, dem Patienten mitteilen, dass er nun wieder solche Wörter hört und dass im Hintergrund ein Stimmengewirr erklingt, welches er nicht beachten und sich nur auf die Silben konzentrieren soll.
Erwachsene Patienten (z.B. Aphasiker): Um herauszufinden, wie die Schreibleistung bei Worten vom linken/rechten Ohr differiert, können Sie auftragen, die Quatschworte in den Pausen aufzuschreiben anstatt sie auszusprechen.
Beobachtung: Aufmerksamkeitsprobleme

Durch die Verwendung von Nonsens-Silben entfällt die Möglichkeit, falsch diskriminierte Laute je nach Handlungs- oder Sinnzusammenhang richtig zu rekonstruieren. Andererseits wird durch die "Sinnlosigkeit" der Silben die Zuwendung der Kinder nicht gerade gefördert. Es ist also angebracht, verschiedene Tests (mit und ohne Wortbedeutung) zu vergleichen.
Training: Phonologisches Übungsmaterial ist geeignet, die Lautunterscheidung zu üben und die Klangmuster betroffener Konsonanten kontrastreich anzubieten. Die Hochtonfilterung im Hörwahrnehmungstraining bewirkt diese Kontraststeigerung. 

44. - 48. Track: Akustische Merkfähigkeit (Nonsens-Silben)

Akustische Kurzzeitspeicherung mit Nonsens-Silben, (Lautdifferenzierung), Serialität. Die Kunstwörter sollen vom Kind nachgesprochen werden. Es wird immer mit Zweisilbern begonnen.  

In dieser neuen Testvariante wird im Vergleich zum Mottier-Tests folgendes verändert:

Gleich geblieben sind:

Voraussetzung: Alle Laute müssen beim Kind vorhanden sein!
Training: Die akustische Anregung (Hörwahrnehmungstraining) bewirkt meist primäre Veränderungen in der Konzentrationsfähigkeit, beim Zuhören oder in der psychischen Befindlichkeit und erst später, im sprachlichen Bereich, verbessert sich die akustische Merkfähigkeit. Kinder mit einer höheren kognitiven Leistungsfähigkeit zeigen oftmals mit Hilfe des Hörtrainings schnellere Fortschritte bei dieser Fähigkeit.    

49. - 86. Track: Hochtonverstehen    

Der Test ist in absteigendem Schwierigkeitsgrad strukturiert: von 4000 Hz (schwierig) bis 1000 Hz (leicht). Sie beginnen mit der Spalte 4000 Hz. Notieren Sie die Frequenz, bei der das Wort zum erstem Mal richtig erkannt wurde (ankreuzen).
Durch die Hochpass - Filterung mit 24 dB / Oktave wird das Klangbild deutlich leiser. Daher hört sich die gefilterte Sprache wie eine Flüsterstimme an. Wenn im weiteren Testverlauf die Frequenz sinkt, kommen vermehrt mittlere und tiefe Frequenzen hinzu und die Stimme wird gleichzeitig lauter.
Bedenken Sie: bereits in der 4000Hz Version sind alle Merkmale zur Lauterkennung durch die Obertöne (Formanten) der Vokale enthalten!
Dadurch misst dieser Test auch die Dynamik des Gehörs. Kinder, die starke Reize brauchen, um sie wahrzunehmen, werden hier mehr auffallen, als Kinder, die ein empfindsames Gehör haben und deswegen evtl. auch unter einer Hyperakusis leiden.
Es stehen 4 verschiedene Subtests zur Verfügung, aus denen Sie sich einen auswählen, um das Hochtonverstehen zu überprüfen. Grundsätzlich sind Worte einfacher wahrzunehmen als Silben, da die Bedeutungsebene bei der Lösung hilft.
Voraussetzung: besonders bei diesem Test: Ruhe im Testraum oder geschlossene Kopfhörer verwenden (z.B. Sennheiser HD 280, siehe Onlineshop). Der Proband sollte kurz vorher keinen lauten Schall gehört oder selbst erzeugt haben.
Notierung: Richtige/falsche Antworten abhaken/streichen. Zusätzlich können Sie die abweichenden Antworten des Patienten neben dem Testwort notieren. Siehe genaue Anweisung im Testbogen.
Training: Durch Hochtonfilterung im Hörwahrnehmungstraining mit Musik und Sprache.

87. - 88. Track: Technische Signale    

Stimmengewirr Dieses Signal entspricht dem Störgeräusch in den Lautunterscheidungstest.
Testton: Sinuston von 500 Hz bei -3 dB zur Einmessung der Test-CD in Audiometersystemen

 

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