Hörtraining
Wie funktioniert AUDIVA Hörtraining?
Phase A: Musiktherapie. Durch den AUDIVA Hörwahrnehmungstrainer wird über Kopfhörer ausgewählt harmonische Mozart-, Bach- und Vivaldimusik, hochtongefiltert und in bestimmten Frequenzen vom rechten zum linken Ohr wechselnd, angeboten.
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in Gruppen
Die Phase A genügt in vielen Anwendungsfällen bereits.
Phase B: Sprach-, Sprech- und Lesetherapie: Wo es erforderlich ist phonologische Fähigkeiten zu trainieren, Lese- und Rechtschreibleistungen zu verbessern, wird Sprache durch die Filter des Hörwahrnehmungstrainers geleitet. Es wird ins Mikrofon gesprochen oder gelesen - Feedback der eigenen Stimme, der Patient hört sich selbst.
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Hörbücher |
Übungsordner
Die Klangveränderung des HWT Gerätes erzeugt neuronale Anregung: Durch die Hochfrequenzfilterung werden besonders viele Nervenzellen als weiterleitende Empfänger stimuliert und Neuverknüpfungen gebildet. Verknüpfte Gehirnbereiche werden mit stimuliert:
Emotion
- harmonische Musik ist der Auslöser innerer Kräfte des Limbischen Systems. Das Bedürfnis nach harmonischen Klanginhalten ist angeboren und seine Befriedigung löst die Ausschüttung positiver Botenstoffe aus. Diese Neurotransmitter, wie Dopamin, sind für erfolgreiches Lernen verantwortlich. Dies wird durch die Phase A erreicht.
Sprache, Rechtschreibung, Lesen
- die eingesetzte Musik wirkt stark sprachvorbereitend und sprachanregend - da das Gehirn die musikalischen Phrasen ähnlich wie sprachliche Informationen verarbeitet.
- Regeln, die der Patient eigentlich kennt aber in der Schulsituation nicht abrufen kann, werden durch die Anregung in Phase A verfügbar.
- In der Phase B wird dann gezielt das nach Alter und Störungsbild passende Sprach- oder Leseübungsmaterial ausgewählt und über den Hörwahrnehmungstrainer bearbeitet.
Aufmerksamkeit/Lernen
- mit der Hörwahrnehmung eng verknüpft sind Konzentration und Lernerfolg. Durch die Klangbewegung dank Lateralisierung und Hochtonfilterung im Hörwahrnehmungstrainer wird die Aufmerksamkeit gezielt auf das Hören gelenkt.
Hörverarbeitung
- Hörleistungen sind trainierbar - wie im Falle des plötzlichen Wegfalls einer Sinnesleistung (etwa des Sehsinns). Grundlage dazu sind die Aktivierung weit verzweigter Hirnbereiche, durch die Verarbeitung von Musik.
Motorische Koordination
- das Zusammenspiel der linken und rechten Gehirnhälfte sowie die Bewegungsanregung durch die Musik fördern die Motorik. Das vegetative Nervensystem, welches den Tonus reguliert, wird ausgeglichen. Stress und Flucht als autonome Körper- und Handlungsreaktionen gehen zurück.
- Daraus ergibt sich ein sinnvoller begleitender Einsatz der Musiktherapie (Phase A) in der Rehabilitation von Bewegungsstörungen.
AUDIVA Training ist ein Ansatz, der
- auf der nicht-symptomspezifischen Ebene (Phase A) Anstoß zur Eigenentwicklung bietet. Durch regelmäßiges Training wird eine breite Palette positiver Wirkungen erzielt: das Gehör kann besser filtern, die Aufmerksamkeit verbessert sich, die Sprachverarbeitung und Sprechfähigkeit werden gesteigert, Geräuschempfindlichkeit wird abgebaut, die Hörwahrnehmung trainiert, die Körpertonusregulierung verbessert.
- auf der symptomspezifischen Ebene (Phase B) Hören von Sprache, verarbeiten und wiedergeben von Sprache, freiem Erzählen oder einfachen Nachsprechen, mit oder ohne Lesetexte nachhaltige Wirkungen erzielt, indem das eigene Sprechen verdeutlicht im Gehirn registriert wird, wie auch das einfache Anhören von Geschichten.
Der Erfolg basiert auf der Steigerung der neuronalen Aktivität im Gehirn durch die nicht-symptomspezifische Musiktherapie, gefolgt von - falls nötig - symptomspezifischer Sprachebene.


