Teilleistungsstörungen TLS

Als Teilleistungsstörungen oder Teilleistungsschwächen TLS bezeichnet man Defizite in einzelnen Teilen der Wahrnehmung und Verarbeitung.

Diese können sich auf die Schulleistungen und die soziale und emotionale Integration auswirk

Folgende Bereiche sind bei TLS betroffen:

  • Visueller Bereich (Sehen)
  • Auditiver Bereich (Hören)
  • Kinästhetischer Bereich (Bewegen)
  • Intermodalität (Verbindung der Sinnesbereiche)
  • Serialität (Reihenfolge der Sinnesreize)

TLS treten bei Kindern aller Altersgruppen auf. Werden die Teilleistungsschwächen erst in der Schulzeit erkannt, sollte sofort mit einer Therapie begonnen werden, bevor sich weitere Sekundärsymptome im Verhalten, Selbstbewusstsein und Motivation einstellen.
Oft wurden frühe Anzeichen (in der Vorschulzeit) nicht beachtet. Dazu tragen auch viele Ärzte bei, die zwar die Ohren untersuchen aber die Hörverarbeitung nicht, bzw. die Augen untersuchen aber die Sehverarbeitung nicht.

Anzeichen und Hinweise auf TLS:

  • Kurze oder keine Krabbelphase
  • Spätes Laufen lernen
  • Später Sprechbeginn
  • Ungeordneter oder unvollständiger Satzbau
  • Geringe Merkspanne
  • Buchstaben, Silben und Zahlen werden vertauscht (z.B. 57 zu 75)
  • Schüchternheit, wenig Selbstbewusstsein, Ängstlichkeit
  • Motorische Unruhe
  • Leichte Reizbarkeit
  • Schlaffe Haltung
  • Beim Lesen werden Wörter erfunden
  • Größen, Längen, Richtungen werden falsch eingeschätzt

Um die Teilleistungen zu verbessern, geht es beim Training um die verbesserte Integration und Vernetzung der Sinne.

Zunächst erfolgt ein Hörtraining mit Musik, welches das Hören und Bewegen bewusster werden lässt. Wir nennen das Phase A mit dem Hörwahrnehmungstrainer. Hier sehen Sie den Trainingsplan dazu und das Material.

Sind die Kinder auch in der Sprache in ihrer Entwicklung zurück oder im Rechtschreiben und Lesen auffällig, kommt auch Phase B mit dem Mikrofon zum Einsatz.

Einige Teilleistungsschwächen lassen sich auch mit dem DichoTrainer oder dem BrainFit spielerisch trainieren.