Hörtraining und Sprache
Neueste Forschungsergebnisse bestätigen unsere These, dass Hörwahrnehmungstraining mit harmonischer Musik eine sprachvorbereitende Wirkung hat - siehe die Studien von Peter Koelsch, Max-Planck-Institut für neuropsychologische Forschung Leipzig (veröffentlicht u.a. in Sprache -Stimme - Gehör, 2003; 27:62-65).
Hochtontraining und Konsonanten
Vor allem bei Kindern mit Schwächen in der Lautdifferenzierung (Verwechslung von Konsonanten beim Hören/Sprechen und Schreiben, Bsp. „Tuh“ statt Kuh) sorgt die Hochtonfilterung dafür, dass die bedeutungstragenden Frequenzen der Konsonanten besser wahrgenommen werden und vom Kind integriert werden können. Das heißt, Konsonanten und hochfrequente Vokalanteile werden nicht mehr durch tiefe Frequenzen überlagert und können nun wahrgenommen und vom Gehirn „erlernt“ werden.
Bild oben: gesprochen wird die Silbe "eki", ohne Veränderung
Bild oben: gleiche Silbe mit Hochtontraining, (Gerät AUDIVA HWT).
Bildbedeutung: je dunkler, desto deutlicher hörbar: das Ohr bekommt mehr Information durch die Hochtonanhebung:
S, f, b, p, d, t, g, k sind nun besonders gut hörbar und damit leichter erlernbar, denn ihre Unterscheidung findet vor allem im Frequenzbereich über 1 kHz statt, mit Maxima zwischen 3-6 kHz am Beispiel „k“.
Das so verstärkte Klangbild der Konsonanten wird wie auch die Musik über Kopfhörer angeboten, z. B. beim Hören von Geschichten. Und wenn die Kinder selbst ins Mikrofon sprechen, hören sie ihre eigene Stimme besonders deutlich.
Für diese Phase bieten wir zahlreiche Übungsordner und Buch CD´s an, damit zu Hause ein aufbauendes Sprach- und Lesetraining stattfinden kann. Eltern können dadurch selbst die Intensität des Trainings erhöhen und das Kind schneller weiterbringen.
Kopfhörer bringen den Schall unverfälscht ans Ohr
Die Kopfhörer für ein Hörtraining sollen einen guten und natürlichen Klang aufweisen. Sie sorgen für Schallübertragung ohne Verzerrungen und der Klang wird "im Kopf" geortet, also besonders intensiv gehört. Mit aufgesetztem Hörer sollen Umgebungsgeräusche noch wahrgenommen werden können. Es ist nicht möglich, das Training über Raumlautsprecher durchzuführen, da dann das Klangbild durch Reflexionen im Raum diffus wird und die hohen Frequenzen gestreut werden. Funkkopfhörer sollten Sie vermeiden, da die hohen und leisen Frequenzen oft schlecht übertragen werden.


