Anders als bei einer Aphasie entwickelt sich eine Demenz langsam und schubweise. Bedingt ist sie durch den langsamen Abbau von Hirnmasse (Atrophierung) und/oder Eiweißablagerungen im Gehirn. Es ist erwiesen, dass Hirnfunktionen „fit gehalten“ werden können – durch die neuronale Plastizität (d.h. Anpassungsfähigkeit) des Gehirns. Dafür bedarf es einer kontinuierlichen und vielseitigen Anregung.
Hier wieder der Vergleich zum Muskelsystem: Muskeln bilden sich zurück, wenn körperliche Bewegung ausbleibt und verstärken sich wieder, wenn die körperliche Bewegung zunimmt.
Wenn das Gehirn bis ins hohe Alter stetig herausgefordert wird, kann der dementielle Abbau von Gedächtnisleistung sogar aufgehalten und Hirnstrukturen beginnen wieder zu wachsen.
Symptome:
Im Folgenden sehen Sie dementielle Symptome, die bereits im Frühstadium auftreten. Ein einzelnes Symptom ist noch keine sichere Diagnose, es müssen mehrere Symptome zutreffen. Erste Anzeichen im Frühstadium:
- Vergesslichkeit
- Konzentrationsstörungen
- Probleme mit abstraktem Denken
- Schwierigkeiten beim Planen komplexerer Abläufe (Packen für den Urlaub, Organisieren eines Festes)
- Orientierungslosigkeit
- Sprachstörungen
- eingeschränktes Urteilsvermögen
- Persönlichkeitsveränderungen oder Antriebsverlust
- zunehmende Müdigkeit
- Symptome einer Depression (dies vor allem, wenn der Betroffene die Abbauerscheinungen an sich bemerkt; viele bemerken die eigenen Veränderungen an sich allerdings nicht)
Im fortgeschrittenen Stadium und im Endstadium einer Demenz fällt es den Betroffenen immer schwerer, Alltägliches zu erkennen und einzuordnen. Routinen wie Ankleiden, Kochen oder Einkaufen werden zur größten Herausforderung, weil die Handlungsabläufe „vergessen“ werden. Im Bereich von Sprache und Kommunikation zeigen sich Demenzen zunächst durch eine Abnahme in der Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten (keine Schachtelsätze, abnehmender Wortschatz...). Mit weiterer Abnahme der Gedächtnisleistung nimmt auch der Frust und die Anstrengung zu, sodass Betroffene nicht selten schließlich gänzlich verstummen.
Wichtig ist eine frühzeitige Intervention. Übrigens nicht nur im Falle einer diagnostizierten Demenz - auch wenn Sie für sich merken, dass Ihre Gedächtnisleistung mit den Jahren etwas nachlässt, können Sie durch die AUDIVA Hörtherapie nachhelfen. Das AUDIVA Hörtraining eignet sich zur frühzeitigen Intervention und zur Vorbeugung von nachlassenden Gedächtnisleistungen.
Förderung und Behandlung mit dem AUDIVA Hörtraining:
Gefragt sind alternative Behandlungsmethoden.
Wir aktivieren das Gehirn über das Ohr. Eine komplexe Anregung für das Ohr geht vor allem von hohen Tönen aus, die in unserer Umwelt nur selten in qualitativ hochwertiger Form vorkommen. Natürliche Quellen hochtonhaltiger Klänge sind Wasser- und Meeresrauschen, Vögel und Windgeräusche und Musik von Musikinstrumenten mit echten Saiten und Klangkörper (keine synthetisch erstellte Musik). Auch wenn wir uns draußen befinden, werden die erholsamen natürlichen Geräusche meist durch künstliche Störgeräusche überdeckt und die feinen hochtonhaltigen Klänge werden kaum wahrgenommen.
Beim AUDIVA Hörtraining werden instrumentale heitere Musikstücke von Mozart (teils auch Vivaldi, Bach) verwendet, da diese per se eine positive Grundstimmung auf den Betroffenen übertragen. Durch die Zusammensetzug der Instrumente, und die Aufnahme „echter“ Instrumente, werden dem Ohr besonders viele hohe Frequenzen in hoher Qualität zugeführt.
Um den Hirnstoffwechsel so anzuregen, dass Abbauprozesse aufgehalten und Aufbauprozesse unterstützt werden, arbeiten wir seit über 15 Jahren mit den selbst entwickelten technischen Verfahren der Hochtonfilterung und Lateralisierung, die zusammenwirken und im Gerät „Hörwahrnehmungstrainer“ (HWT) vereint sind. Dieses Gerät wird zwischen CD-Spieler und Kopfhörer geschaltet (für detaillierte Informationen zur Funktionsweise des HWT siehe hier).
Nun erfolgt das tägliche Hörtraining wie das Zähneputzen am Morgen, am Abend oder zwischendurch beim Lesen oder anderen kreativen Tätigkeiten.
Diese Art von Therapie ist angenehm. Sie fördert eine gute Stimmung, wirkt Depressionen entgegen und liefert ein höheres Maß an Aufmerksamkeit und Wachheit. Menschen mit einer guten Stimmung sind auch kommunikationsfreudiger und suchen eher den Weg zum Mitmenschen und das Gespräch. Dieser innere Antrieb zur Kommunikation ist für Menschen mit Demenz oder Alzheimer höchst wichtig.
Wissenschaftliche Studien belegen die ausgleichende Wirkung von Musik auf die Psyche und Kommunikation (zitiert in Literatur von Manfred Spitzer und Joachim Bauer). Auch mittels EEG Messungen lässt sich eine Zunahme der Alphawellen im Gehirn nachweisen, wenn der HWT eingesetzt wird im Vergleich zu normaler Musikwiedergabe ohne HWT (siehe EEG Forschung).
Das Musiktraining kann im Anfangsstadium ggf. selbst durchgeführt oder durch Angehörige begleitet werden. Im fortgeschrittenen Stadium sollte eine Fachperson, ein Psychogerontologe oder ein Psychologe begleiten.
Sind Sie interessiert am AUDIVA Hörtraining?
Wenn Sie jetzt ein persönliches Training ausprobieren möchten, kontaktieren Sie uns, um sich persönlich von uns beraten zu lassen. Die benötigten Materialien erhalten Sie alle beiuns, entweder zum Verleih oder zum Kauf.
Sie brauchen folgendes Material:
- unser Musikmaterial (AUDIVA Hörtraining)
- den Hörwahrnehmungstrainer (als Gerät zum Leihen oder Kaufen bei AUDIVA)
- einen hochwertigen Kopfhörer (über AUDIVA bestellbar, falls nicht vorhanden)
- einen hoch- bis mittelwertigen CD-Abspieler (über AUDIVA bestellbar, falls nicht vorhanden)
Persönliche Beratung erhalten Sie unter Tel : 07626-9779-0
Ein Bestellformular ist hier erhältlich.
Hier erhalten Sie ausführlichere Informationen über die Funktions- und Wirkungsweise des AUDIVA Hörwahrnehmungstrainers (jetzt auch mit vereinfachter Bedienung als
HWT Standard)
Info:
Psychische Faktoren und Differentialdiagnose:
In manchen Fällen zeigen sich Symptome wie Vergesslichkeit, Orientierungslosigkeit oder Antriebsverlust die z.B. aufgrund des Alters oder der Familiengeschichte auf eine Demenz hinweisen. Oftmals steckt dahinter allerdings eine Depression, oder gar eine Mischform aus Depression und Alzheimer: Es ist durchaus möglich, sein Gedächtnis vorübergehend zu „verlieren“ weil traumatische Erlebnisse oder die Überforderung durch den Alltag das Verdrängen begünstigen. Diese Vergesslichkeit oder auch „Pseudo-Demenz“ ist in diesem Fall nicht durch einen Hirnabbau bedingt. Durch die depressiv bedingte Isolierung von anderen Menschen und das Meiden von (auch kognitiven) Herausforderungen kann allerdings das Fortschreiten einer „echten“ Demenz stark begünstigt werden.
In einer groß angelegten Studie von Grossarth-Maticek wurde die Lebensqualität der älteren Generation untersucht (siehe im Internet http://www.grossarth-maticek.de). Er hat bei 35.000 Personen den Lebenslauf über mehr als 30 Jahre lang verfolgt und untersucht. Es stellte sich heraus, dass eine als emotional und körperlich wohltuend erfahrene Gottesbeziehung bis ins hohe Alter vor Krankheit am besten schützt und die Lebensqualität optimal erhält.

