Erwachsene

Das menschliche Hörsystem besteht aus dem periferen Ohr (Ohr als sensorisches Organ) und zentralen Nervenfasern (Weiterleitung von Ohr zur Hirnrinde und auditive Verarbeitung im Gehirn).

Der Schall, der auf die inneren Haarzellen der Hörschnecke trifft, gelangt über die aufsteigenden Nervenfasern ins Gehirn und wird dort analysiert und weiterverarbeitet. Andersherum enthält die Hörschnecke äußere Haarzellen, die durch die absteigenden – vom Gehirn zum Ohr führende – Nervenfasern angeregt werden.
Diese absteigenden Nervenfasern sind für das Hören an sich und auch für die Therapie von Hörstörungen von großer Bedeutung: Den Hörsituationen denen wir mittel- und langfristig ausgesetzt sind, prägen sich auch ohne bewusstes Lernen oder Hinhören ein! Wir haben ein offenes Ohr - kein Lidschluss wie beim Auge!

Unser gesamtes Hörsystem ist auch für Funktionen wichtig, die über das Hören hinausgehen. Ein gutes Hörvermögen ist immer auch die Quelle für Wachheit und Energieversorgung. Das heißt, dass unsere Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit auch von der Qualität des Höreindrucks abhängen.

Je leichter es uns fällt, das Gehörte zu verstehen und einzuordnen, desto mehr Energie bleibt für den Umgang mit dem Gehörten – z.B. das schnelle Reagieren auf eine Frage oder das Filtern eines Schalleindrucks vor starken Hintergrundgeräuschen. Wenn wir hingegen wegen einer beeinträchtigten Hörverarbeitung eine uns gestellte Frage erst mühsam entschlüsseln müssen weil wir nur Teile verstanden haben, wird sich dies längerfristig immer negativ auf unsere Konzentration, unsere Kommunikationsfähigkeit und nicht zuletzt auf unsere Lust an Gesprächen teilzunehmen, auswirken.

Für den Verlust der Hörfähigkeit gibt es zahlreiche Ursachen. Viele Menschen wissen nicht, dass z.B. permanentes Radiohören oder andere Geräusche, die langzeitig „im Hintergrund“ auf unser Ohr treffen, einen negativen Effekt haben können. Die permanente akustisch gleichförmige Beschallung trainiert nicht etwa unser Ohr, sondern lässt es durch den eingeleiteten Gewöhnungsprozess allmählich „abstumpfen“. Die Folge ist, dass unsere akustische Differenzierungsfähigkeit abnimmt.
Doch umgekehrt lässt sich durch den gezielten Einsatz von harmonischen und abwechslungsreichen Schalleindrücken - auch ohne das bewusste Hinhören - ein positiver Effekt erzielen. Dies geschieht mittel- bis langfristig. Deshalb ist unser Trainingsplan auf Blöcken zu 12 Wochen / 3 Monate ausgelegt.

AUDIVA setzt durch langjährige Erfahrung auf dieses Training der zentral-auditiven Verarbeitung - mit Rückwirkung auf das perifere Hören. Wie stark das Gehör gesunden kann, ist sehr individuell. Es hängt davon ab
- wie stark der Hörverlust ist
- wie lange er schon andauert
- ob Nebenwirkungen von Medikamenten ev. das Ohr beeinträchtigen (Beipackzettel genau lesen).
- wie die Lebensumstände sind (Ernährung, Bewegung, Ausgleich)
- usw. viele weitere Faktoren beeinflussen ein ganzheitliches Bild.

Das AUDIVA Hörtraining erscheint in folgenden Bereichen sinnvoll:

bei Aphasie:

  • die Sprachwahrnehmung üben
  • die eigene Stimme besser kontrollieren lernen
  • die Wortbedeutung leichter zuordnen können
  • Bewegungsimpulse für den Körpertonus und die Motorik über das Ohr aufnehmen

Für Berufssänger und Musiker:

  • Singen und Stimmen - unser Gesangstraining - Nach dem Grundsatz: was das Ohr weiterleitet kann die Stimme produzieren

Zum Training bietet AUDIVA unterschiedliche in der Praxis bereits langjährig erprobten Verfahren an, die im engen Austausch mit unseren Anwendern immer weiter verbessert werden. Besonders bewährt hat sich unser Hörwahrnehmungstrainer (HWT) in unterschiedlichen Ausführungen. Sehen Sie hier den Trainingsplan für Ihre Musiktherapie.
Bei Interesse können Sie uns gerne telefonisch oder per E-Mail ansprechen, wir beraten Sie gerne persönlich!
Zur ersten Information finden Sie hier genauere Produktbeschreibungen.