Urlaub für Ihr Ohr

Flash ist Pflicht!
Berlin im Dezember 2012

Erwachsene

Das menschliche Ohr ist ein hochsensibles Sinnessystem. Es ist den Alltagsgeräuschen schutzlos ausgeliefert, denn es ist immer offen. Wir haben gelernt, fast jeglichen Lärm hinzunehmen und uns damit abzufinden. 

Dass unser Ohr immer offen und schutzlos ist, bedeutet:

  • Lärm und Nebengeräusche werden in Nervensignale umgewandelt und "nerven" uns in bestimmten Situationen, machen uns gereizt.
  • Um Sprache vom Lärm getrennt wahrzunehmen, muss unser Gehirn entgegengesetzte Nervenaktivität aufbringen, um den Lärm zu unterdrücken.

Dieser Vorgang kostet unsere Energie!

Wer nicht genügend Urlaub in ruhiger Natur verbringt, dem fehlt irgendwann die Energie. Jeder Mensch kommt anders mit dem Lärm zurecht - den einen stört es nicht, den anderen stört es gewaltig. Lärmempfindliche Menschen mit einem sensiblen Gehör werden leider oft nicht ernstgenommen.

Wir haben etwa 3.500 innere Haarzellen, diese aufsteigenden Nervenfasern melden dem Gehirn, was wir hören. Wir haben etwa 16.000 äußere Haarzellen, von absteigenden Nervenfasern enerviert, die vom Gehirn zum Ohr führen.

Diese absteigenden Nervenfasern sind in ihrer Bedeutung noch unklar, obwohl sie den Großteil des Hörens bestimmen.
Dieser Zusammenhang zeigt auf, dass Hören ein aktiver Vorgang ist, der von Erfahrungen aus dem Gehirn gesteuert wird und somit gelernt wurde und wird.
Die Hörsituationen denen wir mittel- und langfristig ausgesetzt sind, prägen sich auch ohne bewusstes Lernen oder Hinhören ein! Wir haben ein offenes Ohr - keinen Lidschluss wie beim Auge!

Ein gutes Hörvermögen ist immer die Quelle für Wachheit und Energieversorgung. Das heißt, dass unsere Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit von der Qualität des Höreindrucks abhängen. Hohe Frequenzen, über 1000 Hz (ab 1000 Hz arbeiten unsere HWT) sind besonders aktivierend.

Der Bass ist dabei besonders ungünstig, denn er verdeckt wichtige hohe Frequenzen.

Je leichter es uns fällt, das Gehörte zu verstehen und einzuordnen, desto mehr Energie bleibt für den Umgang mit dem Gehörten – z.B. das schnelle Reagieren auf eine Frage oder das Filtern eines Schalleindrucks vor starken Hintergrundgeräuschen. Wenn wir hingegen wegen einer beeinträchtigten Hörverarbeitung eine uns gestellte Frage erst mühsam entschlüsseln müssen weil wir nur Teile verstanden haben, wird sich dies längerfristig immer negativ auf unsere Konzentration, unsere Kommunikationsfähigkeit und nicht zuletzt auf unsere Lust an Gesprächen teilzunehmen, auswirken.

Für den Verlust der Hörfähigkeit gibt es zahlreiche Ursachen. Viele Menschen wissen nicht, dass z.B. permanentes Radiohören oder andere Geräusche, die langzeitig „im Hintergrund“ auf unser Ohr treffen, einen negativen Effekt haben können. Die permanente akustisch gleichförmige Beschallung trainiert nicht etwa unser Ohr, sondern lässt es durch den eingeleiteten Gewöhnungsprozess allmählich „abstumpfen“. Die Folge ist, dass unsere akustische Differenzierungsfähigkeit abnimmt.
Doch umgekehrt lässt sich durch den gezielten Einsatz von harmonischen und abwechslungsreichen Schalleindrücken - auch ohne das bewusste Hinhören - ein positiver Effekt erzielen. Dies geschieht mittel- bis langfristig.

AUDIVA setzt durch langjährige Erfahrung auf dieses Training der zentral-auditiven Verarbeitung - mit Rückwirkung auf das perifere Hören. Wie stark das Gehör gesunden kann, ist sehr individuell. Es hängt davon ab
- wie stark der Hörverlust ist,
- wie lange er schon andauert,
- ob Nebenwirkungen von Medikamenten evtl. das Ohr beeinträchtigen (Beipackzettel genau lesen),
- wie die Lebensumstände sind (Ernährung, Bewegung, Ausgleich),
- usw. Viele weitere Faktoren beeinflussen ein ganzheitliches Bild.

Das AUDIVA Hörtraining erscheint in folgenden Bereichen sinnvoll:

bei Aphasie:

  • die Sprachwahrnehmung üben
  • die eigene Stimme besser kontrollieren lernen
  • die Wortbedeutung leichter zuordnen können
  • Bewegungsimpulse für den Körpertonus und die Motorik über das Ohr aufnehmen

Für Berufssänger und Musiker:

  • Singen und Stimmen - unser Gesangstraining - Nach dem Grundsatz: Was das Ohr weiterleitet, kann die Stimme produzieren

Zum Training bietet AUDIVA unterschiedliche in der Praxis bereits langjährig erprobte Verfahren an, die im engen Austausch mit unseren Anwendern immer weiter verbessert werden. Besonders bewährt hat sich unser Hörwahrnehmungstrainer (HWT) in unterschiedlichen Ausführungen. Sehen Sie hier den Trainingsplan für Ihre Musiktherapie.
Bei Interesse können Sie uns gerne telefonisch oder per E-Mail ansprechen, wir beraten Sie gerne persönlich!
Zur ersten Information finden Sie hier genauere Produktbeschreibungen.