Tinnitus

Der Tinnitus ist ein als störend wahrgenommener Ton, Rauschen oder Geräusch ohne äußere Quelle.

Hilfe durch Audiva® HörWahrnehmungsTraining HWT

Vorgehen und Wirkungsweise

Sie hören über Kopfhörer speziell veränderte Musik über den Audiva® HörWahrnehmungsTrainer (HWT home/standard/praxis/spectrum). Mindestens 30 Min. am Tag, in Akutfällen auch länger. Die Musik wandert im Kopf von Ohr zu Ohr und es werden hohe Klänge der Musik angeboten. Eine dreidimensionale Klangbewegung. Dadurch arbeiten die Haarzellen im Innenohr (Cochlea) vermehrt, die für hohe Klänge zuständig sind (> 1000 Hz).

Ganzheitlich betrachtet kommt hinzu, dass die ausgewählt harmonische Musik eine seelisch wohltuende Wirkung hat und ausgleichend und erhellend auf die Stimmung wirkt. Dies ist besonders bei stressbedingtem Tinnitus wichtig und erhöht die geistige Leistungsfähigkeit.

Lesen Sie hier unsere Broschüre HörWahrnehmungsTraining für Erwachsene mit Bestellformular zum Verleih oder Kauf.

Das Audiva® HWT erfordert Feingefühl.

Tinnituspatienten sollten darauf achten die Musik nicht so laut einzustellen, dass der Tinnitus sicher übertönt wird. Dadurch verschlimmern sie ihn! Gleichzietig würden Sie neuen Stress wegen der zu hohen Lautstärke erzeugen.

Die Lautstärke wird bewusst so gewählt, dass der Tinnitus UND die Musik hörbar sind (keine Übertönung des Tinnitus!).
Erst mit der Zeit ergibt sich eine Linderung, wenn der Betroffene seine Aufmerksamkeit auf die Musik richtet. Je nach Stärke des Tinnitus können Sie die Lautstärke der Musik erhöhen (bei starkem Tinnitus kann die Lautstärke etwas höher sein, jedoch auch immer so, dass der Tinnitus noch gehört wird - Stress fürs Ohr vermeiden!).

Auch die Inhalte des Gehörten können Ihren Stresspegel als Tinnituspatient erhöhen und Ihre Beschwerden verschlimmern. Gerade während der Therapie sollten Sie sich auf harmonische Inhalte konzentrieren, denn jeder Schall, hat eine Wirkung. Die Inhalte von Klangquellen müssen nicht laut sein, um Stress zu bewirken. Es reicht für manche schon, wenn Nachrichten über das aktuelle Tagesgeschehen gehört werden. Je nach Person, reagieren die Betroffenen bei den üblicherweise zu 95% negativen Nachrichten mit zusätzlichem Angststress. Konzentrieren Sie sich daher auf die ausgewählte harmonische Musik von AUDIVA während der Therapie und halten Sie andere akustische Stressquellen so gering wie möglich.

Im Laufe der Hörzeit muss immer weniger Konzentration aufwendet werden, um statt dem Tinnitus der Musik zu folgen. Der ausgewählt harmonischen Musik wendet sich das Gehirn gerne zu und bindet automatisch Aufmerksamkeitspotential - weg vom Tinnitus.

Was Sie noch beachten sollten

Wichtig ist genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen! Mindestens 30ml pro kg Körpergewicht pro Tag. Reines stilles Wasser oder Tee. Der Grund ist einfach: Weil die Lymphe im Innenohr über den Wasserhaushalt, das Lymphsystem, reguliert wird, muss für genügend Flüssigkeit gesorgt werden, damit das System nicht "austrocknet". Immer auch parallel zum Audiva hören!

Die Ernährung auf individuelle Unverträglichkeiten überprüfen, sich ggf. mit blutgruppengerechter Ernährung beschäftigen. Ggf. auch mit Nahrungsergänzungsmitteln arbeiten, um dem System genügend Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Gerade auch parallel zur Hörtherapie, weil dadurch der Hirnstoffwechsel angeregt wird.

Fazit

Die Höraufmerksamkeit wird über einen gewissen Zeitraum auf etwas Angenehmes gelenkt. Dann kann der Patient mit Musik einschlafen (die Musik stoppt automatisch nach Ende der CD). Langfristig trainiert das HörWahrnehmungsTraining die Fähigkeit, den Tinnitus zu ignorieren und sich vordergründig mit anderen Höreindrücken zu beschäftigen – die kognitive Leistungsfähigkeit steigt wieder, weil Sie nicht mehr so stark von dem Störgeräusch behindert wird.
Wir empfehlen zum Einschlafen das Hören langsamerer Titel (CD 3 und 6 aus dem Lieferprogramm) und zum Aufwachen bzw. zur Mobilisierung die anderen etwas schnelleren Titel.

Der Kopfhörer kann durch ein Klangkissen ersetzt werden – sehr gut als Einschlafhilfe.

Unsere Erfahrungen

Bei einigen dokumentierten Fällen hatten wir sehr gute Erfolge. Die Erfolgschancen hängen auch davon ab, wie lange Sie schon unter Tinnitus leiden. Wenn der Tinnitus erst in den letzten 3 Monaten zur Belastung wurde, haben Sie mit dem Audiva® HWT die besten Chancen auf Besserung. Wenn der Tinnitus schon seit Jahren quälend wirkt, haben Sie immer noch eine 50%ige Chance, dass eine Besserung eintritt.

Es besteht immer eine Chance auf Linderung der Beschwerden. Das Trainingsprogramm hat in jedem Fall keine negativen Auswirkungen. Dank unseres Verleihsystems können Sie das HWT ab 10€ Pro Woche - mindestens aber 6 Wochen - zugeschickt bekommen.

Erfahrungen mit der Audiva® HörWahrnehmungsTraining HWT in einer Tinnitus-Selbsthilfegruppe

Die Selbsthifegruppe steht unter der Leitung einer Therapeutin, die den Bereich "Entspannung" regelmäßig einmal pro Monat mit der Gruppe trainiert (TCM, autogenes Training, etc.).

Einige der anfangs kennengelernten Übungen, wurden als recht hilfreich beurteilt. Gerade Ansätze, die beim Einschlafen helfen, wurden von den Teilnehmern als besonders wichtig eingestuft: „Das Einzige, was Linderung bringt, ist eine endlich einmal wieder durschlafene Nacht.“ (Zitat Kursteilnehmerin). Durchschlafprobleme bestehen allein schon durch den Tinnituston, der in fast jedem Traum gehört wird. Bewährt haben sich Übungen, die auf das Vegetativum wirken, wie z.B. Singen oder Atemübungen. Zitat: "Ohne Atemübungen könnte ich überhaupt nicht mehr einschlafen."

Psychologische Probleme ergeben sich bei solchen Übungen nicht nur aus negativen (Panik-)Reaktionen auf den wahrgenommenen Tinnituston, sondern vor allem durch die erfolgsbehindernden Erwartungshaltungen im Sinne von "Ich mache eine Entspannungsübung, also muss ich ja jetzt einschlafen ..." Der Druck, den man sich selbst dadurch aufbaut, wirkt eher behindernd für die Therapie.

Alle bis dahin angewendeten Behandlungsversuche brachten keine Minderung des Tinnitus selbst, sondern verbesserten (psychologisch) den Umgang mit demselben.

Die Gruppenmitglieder waren offen für neue Therapieansätze und stark interessiert an Informationsmaterialien zu Therapieansätzen, die nicht ausschließlich auf Entspannung zielten. Die Gruppenleiterin probierte daraufhin die Audiva® HörWahrnehmungsTraining aus.

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Weitere Informationen:

Natürliche Herkunft des Tinnitus

Eigentlich hören fast alle Menschen (93,75 %) in einem schallisolierten Raum bereits nach einigen Minuten einen "inneren" Ton - einen Tinnitus. Das hängt damit zusammen, dass sich unsere Hörsensibilität (Hörschwelle) im Normalfall an die Umgebung anpasst. In einem schalltoten Raum sensibilisiert sich das Gehör maximal. Der Ton kommt dadurch zustande, dass in der Lymph-Flüssigkeit im Innenohr Mikrobewegungen stattfinden (Brownsche Bewegung, physikalisches Gesetz), die zu spontanen Auslenkungen und damit Schallwahrnehmungen führen, welche aber in der Alltagssensibilität durch Anpassung an Alltagsgeräusche nicht wahrgenommen werden.

Verlauf des Tinnitus

Wird der Tinnitus zu einem permanenten Ton oder einem Rauschen, welches trotz der üblichen Alltagsgeräusche wahrgenommen wird und sogar das Schlafen behindert, sucht man nach Hilfe.
Interessant ist der Zusammenhang mit der altersbedingten Hochton-Schwerhörigkeit: Wenn der Hochtonverlust voranschreitet, hört man zunächst die Frequenzen um 10.000 Hz schlechter, dann um 8.000 Hz, 6.000 Hz, 4.000Hz usw.  Der gehörte Tinnituston wird parallel auch tiefer und lauter, weil die tieferen Frequenzen (6.000 Hz und tiefer) auch in der Sprache vorkommen und daher bevorzugt verarbeitet und wahrgenommen werden.
Dieser Zusammenhang erscheint logisch, wird jedoch nicht als Ursache des Tinnitus diskutiert. Da es verschiedene Formen und Ursachen gibt, hat nicht jeder Mensch mit altersbedingtem Hörverlust auch einen Tinnitus. Aber der Tinnitus wird im Alter häufiger, genau wie die Altersschwerhörigkeit.

Zusammenfassung möglicher Tinnitus-Ursachen:

Ursachen im Innenohr (Cochlea)

  • Lärmschaden/Knalltrauma (anerkannte Berufskrankheit)
  • Innenohrschwerhörigkeit
  • Morbus Menière
  • Durchblutungsstörungen
  • Hörsturz
  • Medikamente (Nebenwirkungen)

Ursachen im Mittelohr

  • Otosklerose
  • Chronische Mittelohrentzündung
  • Tubenfunktionsstörungen

Ursachen sonstige

  • Halswirbelsäulen-Erkrankungen
  • Schleudertrauma
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Ursachen psychisch

  • Stress
  • Überforderung
  • seelische Beeinträchtigungen
  • Schlafstörungen
  • Depression (auch als Folge)

Link und Quelle

de.wikipedia.org/wiki/Tinnitus (konservative Darstellung!)

Die moderne Umwelt erzeugt laufend eine stressende Lärm - Umgebung.
Da das Ohr immer offen ist, gelangt der Lärm ins Gehirn. Um den Lärm nicht wahrzunehmen, denn das würde ja die Konzentration empfindlich stören, muss das Nervensystem eigene Energie aufbringen, um den Lärm auszublenden.
Jeder weiss wie anstrengend das ist.

Nach Jahren in dieser Umgebung, zusammen mit anderen Einflüssen entsteht stressbedingter Tinnitus.

Doch es genügt auch ein unerwarteter Knall oder schriller Ton - und ein Tinnitus entsteht.