Hilfe bei Aphasie

Bei Aphasie geht es um Wiederherstellung in Hirnbereichen, die mit dem Wahrnehmen von Sprache, dem Verstehen von Sprache, der Erinnerung von früher erlentem, dem eigenen Ausdruck, der Artikulation von Sprache einhergehen.  

Die übliche Therapie setzt auf therapeutische Einzelsitzungen und bedient sich Computerprogrammen. 

Audiva® geht einen anderen Weg. Zunächst brauchen Sie als Aphasiepatient Energie im Nervensystem. Um das Gehirn mit Energie zu versorgen, wird Musik von Mozart, Bach und Vivaldi über Kopfhörer und einem HörWahrnehmungsTrainer HWT gehört. Damit wird erreicht, dass:

  • sich die Übertragungspotentiale von Nervenzelle zu Nervenzelle erhöhen. Dies ist Voraussetzung damit das Gehirn sich umbauen kann, um abgestorbene Bereiche und Fähigkeiten neu anzulegen. Dazu verfügt das Gehirn über Reserven, die aktiviert werden.
  • sich die grundlegende Körperspannung, der Tonus erhöht. Der Tonus ist sozusagen das Potential aus dem der Körper Energie für Muskelaktivität bezieht. Dies können die Muskeln für die Artikulation sein, wie auch die Muskeln für motorische Bewegung.

Wir führen eine neue gesunde Gewohnheit ein: jeden Tag 30 Min. (oder gern auch länger) die Kopfhörer aufsetzen und die Musik über den HWT hören. Am Morgen nach dem Aufwachen als Erstes und am Abend zum Einschlafen als letztes. Hört man 2 mal am Tag, dann jeweils 15 Min.

Dies ist ein bewährtes Therapieprogramm. Es basiert auf der Erfahrung und Studien seit 1993 bei Kindern. Die Anwendung für Aphasiepatienten ist naheliegend, denn unsere Erfahrung lehrt, dass es keinen Altersunterschied in der Wirkung gibt. Die aktivierende Wirkung ist in allen Altersbereichen gegeben, ob 7 oder 70 Jahre. Nur die Zeitdauer wird länger.

Vom Hören zum Sprechen 

Je nachdem wie die Ausfälle beim Aphasiker sich zeigen, können in Phase B Schwerpunkte in der Therapie auf Sprache gesetzt werden.

Ein Leitsymptom, das bei allen Aphasien auftritt, ist die Wortfindungsstörung – das häufige Gefühl, das Wort läge "auf der Zunge" - es kommt jedoch nicht in Bewusstsein um ausgesprochen werden zu können. Genau das gleiche finden wir bei Kindern mit AVWS! Führen Sie Phase A durch und sehen Sie hier das Therapieprogramm.

Andererseits sind auch Wortverständnisschwierigkeiten häufig – man kennt das gehörte Wort, weiß aber nicht mehr, was es bedeutet. In diesem Fall erstmal 6 Wochen Phase A durchführen und dann Phase B zusätzlich durchführen.

AUDIVA® setzt hier nicht am Symptom an, sondern an der emotionalen Verbindung zu den Fähigkeiten über Musik.
Denn meist sind bei Aphasie die emotionalen Fähigkeiten voll aktiv! Das sieht man daran, dass die Patienten auf Ansprache aufmerksam reagieren. Sie wenden einem die Augen zu, haben dabei oft den Mund offen, als wollten sie etwas sagen. Keine Verbindung! Versuchen Sie mit Audiva® die Verbindung wieder herzustellen.

Wie ermögliche ich als Aphasietherapeut dem Patienten neue Verbindungen?

Immer von ganz unten anfangen. Wie die Neugeborenen positiv auf angenehme Musik reagieren. 
Der Patient ist wie ein Kind zu sehen.
Nach Audiva® geben wir ihm 12 Wochen Phase A. Mozart, Bach, Vivaldi Musik über den HörWahrnehmungsTrainer, täglich zu Hause 30-60 Min. hören.
Er hört dadurch linke rechte Seite, hohe tiefe Frequenzen. Audiva® stimuliert die hohen Sprachfrequenzen ab 1000 Hz
Sein Sprachzentrum aktiviert sich durch die Musik.
Die Verbindung Gehirn - Ohr wird aktiviert.

Dadurch bekommt er eine neue Basis. Die Vernetzung in neue gesunde Hirnbereiche hat schon begonnen. 
Der zweite Schritt ist die Anbahnung der Sprache und die Ankopplung an sein altes SprachWissen.

Sprache ist immer rezeptiv - wahrnehmend - und motorisch - aussprechend.
Dem liegt im Gehirn ein Kreislauf zugrunde. "Ich kann nur AusSprechen was ich höre & wahrnehme".
Phase B ist daher das "AusSprechen und sich selbst HörWahrnehmen"

Das ist eine hoch effektive Arbeit. Lauter Hindernisse stehen dem entgegen. Der Patient kann meinen

- ich mochte meine Stimme noch nie... ok, nun kann er endlich seine Stimme ganz genau kennen lernen. Bei absoluter Verweigerung notieren: Schwachpunkt Eigenstimme erkannt. Ihm sollte man einfach mal das Mikrofon zu Hause lassen mit der Anregung, die eigene Stimme mal in Ruhe hören zu üben. Dann bis nächste Woche :-)

Doch die meisten Patienten sind einfach nur überrascht sich selbst so klar zu hören. Wir empfehlen, gar nicht auf die Diskussionen um das wieso und warum einzugehen, sondern als Therapeut oder Angehöriger das Nachsprechen und Nacherzählen über Mikrofon einfach voran zu treiben. Je mehr und länger der Betroffene seine eigene Stimme hört und sich damit zurechtfindet, desto besser der Therapieerfolg.

Audiva® Therapie mit dem HWT wirkt immer über die Emotionen.
Wir glauben daran, dass der Mensch über seine Inputs lebt. Wer den Fernseher für seine Inputs nutzt, ist automatisch fremdgesteuert.

Aphasie - Therapie zu Hause

Zu Hause ist man ja dann sowieso auf sich gestellt und fragt sich, was kann ich noch tun!?

Audiva® empfiehlt erstmal Phase A also einfach entspannt angenehme Musik über Kopfhörer hören. Nichts tun müssen, einfach nur hören - und auch spüren, denn es tut sich was im Gehirn!

In der zweiten Phase B kommt Sprache hinzu. Hier haben wir für Sie die "Lieblingsgedichte der Deutschen" neu vertont und auf 2 CDs wortgleich zum Buch herausgebracht.