Interview: Hörwahrnehmungstraining - Kinder brauchen Musik zum Lernen
Auf der Gesundheitslounge finden Sie ein Interview mit Frau Früchtenicht und Herrn Jentschke über die Wirkung von Musik auf die Sprachentwicklung.
Besser hören
Erfolge mit unserem Hörwahrnehmungstraining
Schwerhörigkeit lässt sich mit Hörwahrnehmungstrainings lindern
Der 70-jährige Hans W.* arbeitete als junger Mann auf dem Bau, unter anderem mit dem Presslufthammer. Einen Hörschutz zu tragen, gehörte damals nicht zur Arbeitsausrüstung, sondern galt sogar als Schwäche... lesen Sie mehr.
„Mama, ich will lesen!“
Mit Hilfe unseres Hörwahrnehmungstrainings lernte ein entwicklungsverzögerter 9-Jähriger lesen. Der Sohn von Elisabeth J.* galt nach der Geburt als geistig und körperlich behindert. Mit Hilfe verschiedenster ganzheitlicher Therapien brachte sie ihren Sohn so weit, dass er nicht auf eine Geistig-Behinderten-Schule gehen musste. Hier der vollständige Bericht auf Patientenberichte.net
Wenn ein Kind Probleme hat
Bericht in Naturheilkunde Journal. Download hier.
Hörwahrnehmungstraining hilft Autistin
Innerhalb eines halben Jahres kann eine Sechsjährige, die an einem Autistischen Spektrum leidet, ihr Sprachvermögen enorm verbessern.
siehe: http://www.patientenberichte.net
Chaos im Kopf durch Hörverarbeitungsstörungen
Das AUDIVA Verfahren
Das AUDIVA Verfahren baut auf die ausgleichende Wirkung von angenehmer Musik (insbesondere Mozart) auf. Die darin enthaltenen Harmonien leiten den Hörer in eine angenehme Grundstimmung, die für weitere Lernschritte wesentlich sind. Wir beziehen dabei einige der Erkenntnisse von Alfred Tomatis mit ein.
Das AUDIVA Hörtraining wendet sich an Kinder und Erwachsene, die durch Einschränkungen der Hörverarbeitung und -wahrnehmung Hilfe benötigen.
Ziel ist, die vollständige Hörwahrnehmungsfähigkeit wieder zu erlangen, indem die Selbstregulierung durch die spezielle Musiktherapie angeregt wird.
Die Methode wendet sich zudem an Kinder und Jugendliche, die Schwierigkeiten in der Sprachwahrnehmung oder beim Sprechen, Lesen und Schreiben haben.
Folgerichtig kann nach einer ersten Phase A mit hochtongefilterter Musik eine Phase B der sprachlichen Integration angeschlossen werden, in der mit langsam gelesenen Texten und der Mikrofonstimme gearbeitet wird.
Das AUDIVA Verfahren baut neuropsychologisch auf die enge Verknüpfung des Hörsinnes mit den drei wesentlichen Hirnbereichen Stammhirn (Formatio Reticularis), Limbisches System (u.a. Hypothalamus) und dem Cortex (bewusste Wahrnehmung, Erinnerung, Kommunikation) auf.
Es aktiviert die schnelle Weiterleitung von Hörinformationen und ist auch dazu geeignet, bei der Rehabilitation von verloren gegangenen sprachlichen Fähigkeiten die Neuverschaltung zu unterstützen (Neuroplastizität).
Bei AUDIVA ist es möglich, mit geliehenem oder erworbenem Gerät das Hörtraining – zumindest ergänzend – selbständig Zuhause durchzuführen. Die Kosten für das Hörtraining werden dadurch gesenkt, die Hemmschwelle herabsetzt, überhaupt ein Hörtraining wahrzunehmen. Es kann im vertrauten, häuslichen Rahmen trainiert werden.
Für schwierige Fälle besteht die Möglichkeit direkt in Kandern (Südschwarzwald) eine Intensivtherapie zu buchen. Inzwischen gibt es pädiatrische Zentren (SPZ), die unser System zur Verfügung stellen, sowie zahlreiche Therapeuten im deutschsprachigem Raum, die wir Ihnen als Anlaufstelle empfehlen können.
Anläßlich Messe: Intersana Augsburg 2008
VOM Hören, Lauschen ZUM Sprechen, Verstehen, Schreiben und Bewegen
Wenn Eltern meinen, ihr Vorschul-Kind hört schlecht, reagiert langsam, versteht nicht, spricht undeutlich, ist vergesslich oder macht als Schulkind viele Rechtschreibfehler, ließt ungern.
Eltern wenden sich an den Kinderarzt oder HNO Arzt. Dieser findet meist nichts. "warten Sie einfach ab" oder "das wird schon" bis zu "es muss sich mehr anstrengen" oder gar "Sie erziehen ihr Kind falsch" sind oft gehörte Aussagen.
Therapierezepte sind von den Kassenverbänden budgetiert, dem Arzt wird angedroht, für seine Rezepte selbst zahlen zu müssen.
Die Ärzte sind auch nicht ausgebildet, zu erkennen wie Hörreize verarbeitet werden, bewusst werden und wie Hörsignale das Verhalten beeinflussen, denn Neurologie oder Neuropsychologie ist kein Ausbildungsthema von Kinder- oder HNO Ärzten.
Die wenigen Ärzte, die sich bislang selbst weitergebildet haben, können daraus keinen Cent abrechnen, da die Kassen Testverfahren zur Diagnostik von Hörverarbeitungsdefiziten nicht bezahlen, da dies "kein Punkt im Leistungskatalog darstellt".
Sogar der Hörtest wird schon budgetiert, so dass viele Ärzte gar kein Audiogramm mehr durchführen (können). Aber da sie gelernt haben, dass bis zu 35 dB Hörverlust noch "normal" ist, ist es auch kein Wunder das Hörtests nichts bringen.
Auch unsere Hörwahrnehmungstherapie wurde bis Ende der 90er Jahre oft von Kassen bezahlt und bezuschusst. Seit der ersten Gesundheitsreform ist das eingebrochen. Heute muss der Versicherte immer mehr selbst zahlen - was ist die Versicherung eigentlich noch wert? Sogar Ärzte verarmen und wandern ins Ausland ab. Wo fließt das deutsche Kassengeld eigentlich hin?
Notstand - aber niemand merkt es, da diese Dinge im Stillen ablaufen.
Die Eltern sind hilflos und gehen von Pontius zu Pilatus, erhalten oft unterschiedlichste Diagnosen und sind verwirrt. Wenn man dann noch die widersprüchlichen Meldungen der Medien in Zeitschriften, Fernsehen und Internet oder Ratschläge von Bekannten hinzunimmt, entsteht ein Informationsbild, das keine gezielte Handlung, an die man glaubt, zulässt.
Andererseits werden Trommelfell-Drainagen mit "Röhrchen" gerne durchgeführt, die zur Vernarbung des Trommelfell führen und keine Ursachentherapie darstellen. Oder ist es eine Behebung der Ursache, wenn Sie eine Blase irgendwo am Körper mit der Nadel aufstechen? Dies Betrifft die Kinder, die aufgrund eines schwachen Immunsystems zu wiederholten Problemen im Mittelohr neigen. Eine Nachsorge gibt es nicht. Wer kümmert sich darum, dass diese Kinder monatelang nicht ausreichend gehört haben und dadurch ein Erfahrungsdefizit haben? Oder schaut jemand danach, ob die Sekretrückstände im Mittelohr vollständig abgebaut wurden und die Beweglichkeit der kleinsten Knochen im Körper, der Mittelohrknöchelchen, wieder vollständig hergestellt ist?
Schon andauernde Erkältungen und Heuschnupfen beeinträchtigen das Hören, da kein natürlicher Druckausgleich im Mittelohr stattfinden kann, während die Nasenatmung blockiert ist.
Wenn man weiter bedenkt, dass das Hören im Sinne der Empfindung, Ortung und innerer räumlicher Zuordnung von Schall die Basis darstellt, den eigenen Körper im jeweiligen Raum zu bewegen, dann kann man erkennen, dass Probleme in der Bewegung, ob langsam und verträumt (ADS) oder schnell und unkontrolliert (ADHS) mit Hörverarbeitungsdefiziten einhergehen. Vergessen Sie zum Verständnis nicht, dass der Hörsinn der einzigste Sinneskanal ist, der 3 dimensional räumlich arbeitet, wenn er normal entwickelt ist!; denn auch das räumliche Hören muss von Geburt an gelernt und konditioniert werden!.
Dies bestätigt die These, dass der menschliche Säugling das hilfloseste Geschöpf der Evolution ist. Kein anderes Säugetier auf diesem Planeten bringt ein derart schutzbedürftiges Wesen ans Licht der Welt!
Politiker und Entscheidungsträger der Wirtschaft orientieren sich stets an den obersten wissenschaftlichen Gremien unseres Systems. Im Bereich der Hörwahrnehmung und Hörverarbeitung sind das die klinischen Forscher. Diese Korifähen formulieren den Anspruch, dass kindliche Entwicklungsdefizite mit diagnostischen Verfahren ermittelt werden müssen, die den statistischen Gütekriterien wie Validität, Reabilität ... usw. standhalten müssen. Seit die Forschung und Diskussion um dieses Thema in den 90er Jahren begann und man sich bewusst wurde, dass Kinder eine Hörwahrnehmungsstörung haben könnten, schossen überall diagnostische Verfahren aus dem Boden, von denen KEINES seit über 10 Jahren die uneingeschränkte Anerkennung der klinischen Wissenschaft gefunden hat. Auch die Test-CD für die auditiven Funktionen von AUDIVA wird bislang klinisch überhaupt nicht beachtet, weil Sie vom Preis her wohl zu günstig ist und vom Anwenderspektrum her sich auf die Therapeuten beschränkt. Therapeuten sind jedoch laut Definition: ärztliches Hilfspersonal - auch wenn sie eigenständig arbeiten und einige Ärzte froh sind, kompetente Therapeuten in der Nähe zu haben, die ihnen die Diagnostik der zentralen auditiven Wahrnehmung abnehmen und über gute therapeutische Ergebnisse berichten.
Einige der tonangebenden klinischen Forscher behaupten bis heute, dass es keine auditiven Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen gibt, da bis heute angeblich niemand den KLINISCHEN Nachweis erbringen konnte.
Somit ergaben sich in der Folge seit über 10 Jahren auch keine Veränderungen am Ausbildungssystem der Ärzte, keine Anpassungen im Gesundheitssystem, keine neuen Kategorien für Abrechnung von entsprechenden Tests der Ärzte, die es ermöglichen würden, betroffene Kinder früh zu erkennen und zu fördern. Es gibt viele Bemühungen, doch keine wird uneingeschränkt gefördert und anerkannt. Dies würde wohl auch zu einer unerwünschten Kostenexplosion zugunsten unserer Kinder führen.
Und es wird noch schlimmer: Wegen des Fehlens klinisch anerkannter Diagnostikverfahren konnten auch keine klinisch anerkannten Therapieverfahren das Licht der Welt erblicken und in der Öffentlichkeit gefeiert werden, da immer wieder ein wenn und aber im Wege steht.
Da die klinische Forschung keine Forschungsvorhaben realisieren kann, die klinisch separierte Störungsbilder in einer Therapiegruppe und einer Vergleichsgruppe mit Blind oder Doppelblinder Untersuchungsstruktur zusammenstellt, da ja die Diagnostikverfahren fehlen, aber eine Abtrennung der Kinder mit den Störungsbildern Aufmerksamkeitsstörung, Hyperaktivität, Sprachentwicklungsstörung, Hyperakusis, Merkschwäche, Lese- Rechtschreib- Schwäche (LRS) usw. klinisch erforderlich ist, führt sich das System ad absurdum.
Wären da nicht die Medikamente, wie Ritalin oder Medikinet u.a., die einfach den Hirnstoffwechel manipulieren, um die vom unreifen Gehirn nicht verarbeiteten Reizreaktionen abzudämpfen und in ein nach außen leistungsgerechtes Verhalten verwandeln. Niemand kann nachweisen, dass ein jahrelang abgedämpftes Hirnsystem, welches sich in Entwicklung befindet, nach Absetzen der Medikamentation sich völlig "normal" verhält, als wenn nichts gewesen wäre.
Diese Maßnahmen sind sehr wohl klinisch erprobt und kassenärztlich jederzeit absetzbar. Doch niemand kümmert sich klinisch wissenschaftlich um die Verhaltens- und Persönlichkeitsveränderungen, die dadurch ausgelöst werden (können).
Somit ist klinisch verordneter Stillstand angesagt. Bleibt beispielsweise der Spruch von Prof. Dr. Sucholodez, einer der klinischen Kritiker: "wer heilt, hat recht".
Es gibt zwar im Buch der Kassenleistungen nicht einmal eine Kategorie, die eine Einordnung für Trainingsverfahren des Hörsystems ermöglichen würde, doch wir haben ja die Formel: "wer heilt hat recht".
Das Gesundheitssystem hat in Sachen "kindliche Entwicklung und Erziehung zur optimalen Fremd- und Selbstwahrnehmung zur Integration der Signale der Außenwelt für eine sozial ausgewogene Innenwelt um eine Reaktion und Anpassung an die Außenwelt durch Sprache und Bewegung zu erreichen" bislang leider versagt, weil es diese Dimensionen nicht erkannt hat.
Daher haben wir uns seit 1992/1993 dafür eingesetzt, therapeutische Hilfsmittel und Verfahren zu entwickeln, womit die eigenen Recoursen betroffener Kinder angesprochen, entwickelt und hervorgebracht werden können.
Wir haben das Ohr als Weg zur konstruktiven Förderung der kindlichen Reifung entdeckt und das AUDIVA Hörtraining entwickelt.
Musiktherapie mit vielfältigen Wirkungen
Im Mai 2008 im Delphin-Netzwerk veröffentlicht:
Das Delphin-Netzwerk ist inspiriert von den wohl intelligentesten und sozialsten Tieren unseres Planeten. Ich denke, auch Mozart´s Musik würde Delphinen gefallen, so wie auch Pflanzen mit mehr Wachstum und andere Tiere, wie Kühe mit mehr Milch oder Mäuse mit mehr Intelligenz, positiv reagieren. Diese Entwicklungsförderung beobachten wir auch bei Kindern. Was kann dafür die Ursache sein?
Angenehme Musik aktiviert Hirnareale, die für größte Glücksgefühle zuständig sind. Innere Ängste gehen zurück. "Musik ist der stärkste Reiz für neuronale Umstrukturierungen, den wir kennen" sagt der Musikpyschologe und Neurologe Eckart Altenmüller. Der Austausch zwischen beiden Gehirnhälften verbessert sich. Beim Hören von angenehmer Musik tritt eine geordnete motorische Aktivierung ein, als wollten wir gleich mitspielen oder tanzen. Musik hat beruhigende Effekte auf Säuglinge und Kleinkinder, nach unseren Beobachtungen auch auf Schulkinder. Musik öffnet die Pforten zum Unterbewusstsein und lässt gefühlsbetonte Seeleninhalte zum Vorschein kommen.
Dass dazu die Musik von Mozart sowie einige Barock Komponisten am besten geeignet sind, liegt daran, dass die Harmoniegesetze absolut umgesetzt und eingehalten wurden. In den letzten Jahren sind die Forschungsergebnisse immer eindeutiger zugunsten der Musiktherapie ausgefallen und in den Medien wird immer häufiger darüber berichtet.
Kopfhörer sind in der therapeutischen Anwendung von Klängen erforderlich. Wenn Sie über Boxen hören, dann hören Sie nicht nur das Klangabbild Ihrer CD, sondern Sie hören die Klangantwort Ihres Raumes. Da Baustoffe, Wandbelege, Bodenbeläge, Deckengestaltung, Möblierung stark variieren, genauso sowie Raumgröße und Fensterfronten, ergibt sich ein starker diffuser Anteil im Klang, der klangtherapeutisch weder gewollt noch kontrollierbar ist. Der zweite wichtige Punkt, der Kopfhörer erfordert, ist das "im Kopf Hören" der Musik oder Klänge. Es ist gewollt, dass der Klang innerlich wahrgenommen wird, so dass die Empfindung nicht als getrennt von einem selbst erlebt wird.
Nun geben wir in der Klangtherapie über Kopfhörer noch Klangveränderungen hinzu. Dazu gleich mehr. Wir arbeiten bei AUDIVA mit harmonischer Musik gespielt auf natürlichen Instrumenten, mit Saiten und hölzernem Resonanzkörper. Metall fügt dem Klang zu viele unharmonische Obertöne hinzu. Wir brauchen für die positive Wirkung jedoch harmonische Klänge.
Die Wirkung von Musikarten und Geräuschen wird erst ganz allmählich von Presse und Bildung erkannt. Wir sind in der westlichen Welt, vor allem in den Städten, einem ständigen Lärmfaktor ausgesetzt. Wenn vorausgesetzt wird, dass wir rein rationale Wesen sind, die nur auf das reagieren, was eine gewollte Ansprache darstellt, mag das genügen. Doch können wir selbst entscheiden, ob wir uns ständig von stressauslösenden Lärm beeinflussen lassen oder ob wir selbst entscheiden, welche Fremdwirkung wir auf unser Hörsystem zulassen und welche Qualität die Musik hat, die wir mögen.
Ich kann hier nicht vertiefen, was der Unterschied zwischen der Musik, die wir mögen ist und der Musik, die für uns gut ist. Es ist vielleicht ähnlich wie mit der Ernährung (z.B. zuviel Fett, gehärtete). Jedes instrumentale Musikstück, hat eine Sprache, eine nonverbale Information. Diese sollte leicht sein (fettarm) und darf auch süß (süß) klingen (ohne Kalorien!). Diese Sprache nehmen wir nicht mit dem Kortex, dem rationalen Bewusstsein wahr, sondern mit unserem Gefühlsystem, dem limbischen System. Wer jedoch schon Erwartungen hat, auf den Geschmack gebracht wurde, der mag diese leichten und süßen Klänge von Mozart nicht würdigen. Er erwartet z.B. die harten Takte der Rockmusik oder das Gesäusel von Schlagermusik. Hier zeigt sich der Konflikt in Hörerwartung und Hörwirkung.
Kinder sind alters- und einflussabhängig noch offen für die heiteren und süßen Klänge. Sie reagieren oft zum Erstaunen der Eltern auf die Musiktherapie mit Freude und Kraft.
Die Energie, die Freude und Kraft verstärkt und das Gehirn anregt, stammt aus den hohen Frequenzen der Musik. Wir verwenden einen Hochtonfilter (Hochtontraining) und eine Seitenbewegung (Lateraltraining), um die Klänge der Musik für das Gehirn anregend zu gestalten. Ohne diese technischen Veränderungen kommen wir beim Hörer nicht an der gewohnten Hörverarbeitung vorbei. Durch die technische Klangveränderung zu Gunsten hoher Töne liefern wir mehr Energie ins Hörsystem, da der Energieinhalt mit steigender Frequenz ebenfalls steigt. Die neuronale Erregung steigt an und der Körper reagiert spontan mit einer Lausch - Haltung, die den Tonus erhöht, und die Wirbelsäule, die ganze Haltung aufrichtet. Das Spitzen der Ohren wird auf den ganzen Körper übertragen.
Sie können diesen Effekt, der zumeist im Innern des Hörers verborgen abläuft, außen erkennen durch Veränderungen der Mimik, der Haltung, der Feinmotorik und der spontanen Kommunikationsbereitschaft.
Die Aufmerksamkeit steigt an und der Hörer kann sich während und eine gewisse Zeit nach der Hörtherapie länger konzentrieren. Das liegt daran, dass die Anregung im limbischen System direkt auf eine vermehrte Produktion vom Botenstoffen, wie Dopamin u.a. einwirkt. Was mit pharmakologisch durch rittalinähnliche Präparate erreicht wird, kann der Körper durch Anregung von außen auch selbst schaffen, gibt man ihm den entsprechenden Stimulus und den Freiraum. Eine Zeitbegrenzung findet durch den natürlichen Abbau der Neurotransmitter statt. Bei Langzeitanwendung des Hörtrainings können sich die inneren Prozesse stabilisieren und verselbstständigen, so dass nach einigen Monaten in die Erhaltungstherapie gewechselt werden kann, wobei ein gelegentliches Hörtraining zur Auffrischung und Erinnerung genügt.
Das Hörtraining nach AUDIVA besteht aus der Musiktherapie in Phase A, welches bei ADS, ADHS Entwicklungsverzögerungen, Geräuschempfindlichkeit u.v.m. erfolgreich eingesetzt wird. Kinder mit Sprach-, Sprech- und Leseproblemen führen zusätzlich die Phase B durch. Die Anwendung wird täglich mindestens 30 Min. durchgeführt. Ein Trainingsblock dauert 12 Wochen. Je nach Entwicklungsstand wird das Training dann verlängert, pausiert oder abgeschlossen.
Sie können beruhigt sein, denn durch ein Kopfhörer - Hörtraining über einen Hörwahrnehmungstrainer kann Ihr Kind nebenher spielen, basteln, puzzeln... ausruhen oder sogar Schularbeiten verrichtet, denn: ES muss sich NICHT auf die Musik KONZENTRIEREN! Die Musik wirkt, wie gesagt, im emotionalen und vegetativen Bereich. Der kognitive Bereich, als dritte Instanz unseres Bewusstseins ist eine unabhängige Instanz, die uns von den Tieren unterscheidet. Doch liefern uns die Tiere, wie Delphine dank ihres hoch entwickelten Sozialverhaltens die Reize, die wir ohne Rationalität, also ohne Verstand, sofort positiv einordnen.
Somit komme ich zu dem Schluss, dass wir für eine Entwicklungsförderung auf die eigenen Ressourcen setzen, diese in einer harmonischen Hörgestaltung anregen, um sie als innere Kräfte zu wecken.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
Uwe Minning
Weitere Informationen bei: AUDIVA Hören und Bewegen, Behlenstr. 3, D-79400 Kandern, Tel.:+49/7626-9779-0, Fax: -11, Internet: www.audiva.de
Pressemitteilung 2-2007
AUDIVA verzichtet auf Vergleichsstudie Brain-Fit
Im Dez. 06 fragt die Medizinische Hochschule Hannover unter Leitung von Prof. Ptok bei uns an, 100 BrainFit Geräte für eine Studie anzubieten.
Auf Nachfrage teilt man uns mit, die Fa. Meditech (Warnke Verfahren) würde die gleiche Menge Geräte dorthin verkaufen. Es handelt sich um eine Vergleichsstudie, Therapieverfahren bei Kindern mit LeseRechtschreibschwäche LRS mit und ohne auditive Wahrnehmungsstörungen zu untersuchen.
Weitere Rückfragen nach dem genauen Testdesign (welche Tests sollen die LRS Verbesserungen aufzeigen) bleiben unbeantwortet.
Da wir bereits von dem Konzept Klick-Training bei LRS als "Ursachentherapie" abgerückt sind, haben wir dieses lukrative Angebot, auf die "Schnelle" 100 Geräte verkaufen zu können verzichtet und das Angebot mit folgendem Kontext abgelehnt
"
*** gerade in der heutigen Zeit, mit steigendem Aggressionspotential an Schulen, ist es dringend geboten, musische, ethisch hochstehende und kreative Inhalte den Kindern so früh wie möglich anzubieten und nicht sämtliche emotionalen Prägungen unserer Kinder den Spieleherstellern, der Musikindustrie und den Filmemachern zu überlassen!!! ***
Wenn Sie mal eine Untersuchung unseres HWT Verfahren mit Musik, Sprache oder dem dichotischen Hörtraining mit DichoTrainer durchführen möchten, erstellen wir Ihnen gerne ein attraktives Angebot.
"
Ich bin der Meinung, wir müssen Kindern in unserer Gesellschaft mehr bieten als uns nur Klicks und Pieptöne. Sensorisch sind diese Signale ohne Sinn. Diese Signale haben sicher einen weckenden Effekt, wie ein plötzlich auftretendes, unbekanntes Geräusch (wie ein Wecker), jedoch ohne sprachlich/musischen Charakter. So dass die angelegten Hirnareale für Sprachlaute oder Musikphrasen nicht ausreichend angesprochen werden.
Die kognitive Anforderung: "wenn du den ersten Reiz links hörst, drückst du die linke Taste!" ist zunächst mal spannend und lenkt Aufmerksamkeit auf das Gerätegeschehen, ist aber in der Dauer eintönig. Schnell finden die Kinder das Spiel langweilig und sind nur noch mit Bestechung durch Kino- und Eisessen-Gutscheine, usw. zum Mitmachen zu bewegen. Ist das "Ködern" eine kindgerechte Methode "junge Gehirne" zu sozialer Kompetenz zu erziehen???
Nein, das "Ködern" ist bereits eine Erwachsenen-Ersatzstrategie, wenn sie schon bei den Kids verloren haben. Die Fehler sind schon früher passiert.
Für die Antwort und Lösung auf dieses "Dilemma" empfehle ich Joachim Bauer "Prinzip Menschlichkeit" (2006) zu lesen. Sie werden erfahren, das Wichtigste, was die menschliche Veranlagung will, ist Anerkennung und Kooperation.
Und dafür ist das auf beste erreichbare Werte ausgelegte Klick-Training nun gar nicht geeignet, da es nicht in Kooperation gelöst werden kann. Jeder einzelne vergleicht seine Werte mit dem anderen und schon bricht die Konkurrenz los. Es gibt Gewinner und Verlierer. Dieses System ist an sich für Kinder falsch.
Trainingssituation sollten besser durch musische und sprachliche Inputs gestaltet werden, die den Kinder abwechslungsreiche und kontextbezogene Beispiele aus der realen Erlebniswelt liefern und zur spontanen Imitation und Interpretation einladen.
Uwe Minning
2/2007
Pressemitteilungen
AUDIVA Pressemitteilung Herbst 2006 > DBL:
Suchodoletz und AVWS
Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen ? Diagnostik und Therapiemethoden ?
Nach einem Bericht in Forum Logopädie 9/2006
Ursachen:
SUCHOLODETZ:
Er erkennt an, dass Lernangebot und auditive Leistungen im engen Zusammenhang stehen. Aber er kann sich nicht vorstellen, dass ein Umfeld so wenig akustische Reize bieten könnte, dass dadurch eine Störung entsteht.
AUDIVA
Das ist mir in über 10 Jahren klar geworden: es kommt nicht auf die Anzahl der Reize an, sondern auf deren Qualität! Was hat das Hörsignal für einen Inhalt? Das Gehirn erkennt, ob etwas böse, lieb, traurig gemeint ist, schon BEVOR es den Inhalt entschlüsselt hat (emotionales System). Wir haben in unserer Umwelt zunehmend künstliche, unharmonische, stressbehaftete .... Reize, die entsprechend vorsprachlich wirken und die entsprechende Stimmung erzeugen, die dem Lernen abträglich ist.
Es kann sehr wohl sein, dass ein "modernes" Umfeld dem reizoffenen Kind unzureichend strukturierte, nicht multimodal vernetzte und sozial kompetente Reize bietet, so dass dadurch eine Störung entsteht.
> Literaturempfehlung: Spitzer: "Vorsicht Bildschirm", sowie andere Literatur von Manfred Spitzer
SUCHOLODETZ
Könnten chronische Mittelohrentzündungen eine Ursache sein ? Nach den Studien (Cranford 1997, Robert et al., 2004) nein, oder nur leicht und wenn dann in Verbindung mit Störungen in anderen psychischen Bereichen. Also keine AVWS! Außerdem glichen sich die Störungen wieder aus, sobald das Hörvermögen normalisiert ist.
AUDIVA
- nach einer Studie von Schönweiler (1994) in Bochum, gab es bei 50% der chronischen Fälle von Mittelohrentzündungen später einen sprachtherapeutischen Therapiebedarf.
- was heißt "normalisiertes Hörvermögen"? Es heißt, dass bis 30 dB Hörverlust das Hören als normal eingestuft wird. Und das bei Kindern, in ihrer Entwicklung!!! Es gibt leider immer noch keine Differenzierung zwischen wirklich normalem Hören (bei +/-0 dB im AG) und einer leichten Hörstörung (bis 30 dB Verlust im AG). Deshalb hat AUDIVA den HörScreener entwickelt, um diese Grauzone aufzudecken. Wenn in den SUCHOLODETZ Studien (Cranford 1997, Robert et al., 2004) ebenso ungenau gemessen wurde, sind diese Ergebnisse anzuzweifeln!
Studien aus den USA: "Research has shown that between 11.3% and 14.9% of school-age children have a hearing loss that affects their learning and development (Bess, Dodd-Murphy & Parker, 1998; Niskar et al, 1998). Carney & Moeller (1998) reported that the impact of early-onset sensorineural hearing loss has a multitude of consequences on a child's development." - Wenn ADS oder ADHS zusammen mit AVWS vorkommt, wird das Bild von AVWS verwässert. Es hat jedoch keinen Sinn ein Störungsbild von einem anderen isolieren zu wollen. Denn Hörverarbeitung und Aufmerksamkeit/motorische Aktivität hängen eng zusammen. Das hat die Neuropsychologie längst erkannt.
DBL: Qualität in der Logopädischen Arbeit:
Wie soll der Logopäde diese Zusammenhänge erkennen, wenn er kein Audiogramm hat? Auf den Rezepten ist dieses zu 95% mit "o.B." oder gar nicht ausgefüllt. Zudem soll dieses Feld wegen Arbeitserleichterung wahrscheinlich demnächst wieder verschwinden. Dabei würde es doch genügen, eine Kopie des Hörtests anzuhängen! Wenn der Logopädie schon keine Hörtests machen darf, soll er doch zumindest das des Arztes sehen können! Sogar bei den Hör.-Akustikern sind die Hörtest mit den Sprachlauten ergänzt, die im betroffenen Bereich liegen.
Diagnostik
SUCHOLODETZ
Er stört sich an der Tatsache, dass verbale Testverfahren ungenaue Ergebnisse liefern, dass ein falsches Nachsprechen auf eine Sprachstörung oder eine auditive Wahrnehmungsstörung hinweisen kann und daher nichts taugen, um eine aud. Wahrnehmungsstörung zu identifizieren, außerdem nicht stabil in den Ergebnissen und schlecht untersucht sind.
AUDIVA
- Herr Sucholodetz weiß anscheinend nicht, WIE Logopäden mit sprachlichen Tests umgehen. Z.B. wird unsere Test-CD für die auditiven Funktionen seit 1998 erfolgreich eingesetzt. Im z.B. LUT oder akustische Merkfähigkeit (z.B. Mottier Test) kommt es zunächst darauf an, dass die Kinder keine Artikulationsunsicherheiten haben. Dann wird weiter untersucht, welche Fehlerarten auftreten. Ob z.B. gehäuft e und i (oder andere Laute) verwechselt werden oder die Reihenfolge verwechselt wird. Das sind Erkenntnisse, die ebenso wichtig sind, wie das Beurteilen nach Normwerten. Normwerte beziehen sich immer auf eine mögliche Interpretation der Tests. Dabei liefert ein sprachlicher Test vielmehr Informationen für den Therapeuten. Er sieht außerdem mögliche Überlastungen durch Überforderung während der Aufgabe - wie auch im Schulalltag auftretend.
Hier zielt Herr Sucholodetz wohl ganz klar nur auf die Normwerte ab und will Unterscheidung zw. den Störungsbildern (das Hauptthema im Bericht). - Ich glaube, das Etikett "AVWS" wird dann vergeben, wenn mehr als nur eine isolierte Teilleistungsstörung gefunden wird. Wenn z.B. das Kind auch unter Störlärm, Filterschwäche, an Vergesslichkeit, Unruhe, Unkonzentriertheit usw. leidet.
Für den Logopäden ist wichtig zu wissen: wenn eine solche multiple Störung vorliegt, kommt er mit 1x wöchentlicher Therapie nicht ans Ziel. Es benötigt therapeutische Wirkungen, die tiefer greifen und das Kind umfassender fördern.
Ist es letztlich nicht ein großes Missverständnis, die Begriffe voneinander abgrenzen zu wollen und deshalb unnötige Kritik zu üben? > auch als Hinweis an d. DBL ! - Alle, die den Bericht von Sucholodetz ernst nehmen, werden sich nun auf nichtsprachliche Testverfahren stürzen wollen (das besagt der Umkehrschluss, über den sich viele Autoren leider nicht im Klaren sind, das gewollt zu haben).
Hier sei auch eine Kritik erlaubt: nichtsprachliche Testverfahren, die mit Klicks und künstlichen Tönen arbeiten, zeigen zuwenig (übertragbare) Resultate auf die sprachliche Ebene. Wie will ich dann erkennen, welche Laute verwechselt werden?
Oder, wie will man wissen, ob die Kinder von Klicks und Kunsttönen zuwenig hinwendungsfördernde Ansprache erhalten und nicht aus reinem Desinteresse an der Reizart "Klicks" und "Kunsttöne" schlechte Ergebnisse liefern? (im Training ist dieses Desinteresse ja bereits bewiesen worden).
Training
Empfehlungen
SUCHOLODETZ
Er empfiehlt nichts zu tun (was mit Technik zu tun hat), außer den Übungsordner von Nikisch, der möglichst umbenannt werden sollte und nicht mehr im Zusammenhang mit AVWS angeboten werden sollte (sind ja auch Kollegen).
AUDIVA
In unserem Trainingskonzept stehen die Übungsordner 1-4 ("Holta di Polta" bis Lesetraining) ganz oben auf der Liste der Empfehlungen. Oft werden diese auch ohne technisches Hörtraining eingesetzt und sind den Ordnern von Nikisch vorzuziehen, da sie praktikabler und umfassender sind (das mag auch eine kollegiale Bevorzugung des Autors Hollbach sein...).
Insgesamt kann ich es verschmerzen, auf "AVWS" als Begriff zu verzichten und nur noch von Sprachstörungen UND Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität, Filterschwäche, Ablenkbarkeit, Merkschwäche usw. zu sprechen.
Andererseits schlägt z.B. Nikisch vor, schon bei leichten Hörschwächen Hörgeräte zu verwenden. Tatsächlich profitieren die Kinder davon (5. DGA Jahrestagung 2002). Aber wieso kommt ein Hörgerät, mit seinen hohen Kosten und dem schwachen Frequenzbereich (nur bis 7000Hz) zum Einsatz ? Wieso wird keine Studie finanziert, die ein HörTRAINING verwendet ?
Wirksamkeitsnachweise
SUCHOLODETZ
Bei den Widersprüchen in den wenigen Studien zur Wirksamkeit kommt er zu keiner Empfehlung. Das einzigst Positive des Berichtes ist in wenigen Zeilen zu lesen: bei Lautdifferenzierungsschwächen das Bewusstsein zu schärfen und das genaue Hinhören anzuregen. Ansonsten können bei Sprachstörungen keine Besserungen erreicht werden. Ein auditives Training sollte nicht im Mittelpunkt der Therapie stehen.
AUDIVA
Im Bericht von Sucholodetz taucht das Wort "Musiktherapie" nicht auf. Dies hat sich bei uns in den letzten Jahren als optimale Methode herausgestellt. Gerade bei den Kindern, die eben eine multiple Störung haben, also nicht einfach nur G/K verwechseln, sich gut konzentrieren, ruhig arbeiten, keine Filterprobleme haben, sich die wichtigsten Dinge merken können...
Nein, es sind die Kinder, die eben mehr als nur eine "Sprachstörung" haben, die ein AUDIVA Training bekommen. Die Logopäden im Land merken das und suchen nach Methoden, um auch diesen Kindern zu helfen. Was nützt ein "G/K - Training" 1x die Woche, wenn das Kind AUCH aufmerksamkeitsgestört, geräuschempfindlich oder leicht ablenkbar ist. Vielleicht ist es das nur in der Schule? In bestimmten Situationen? usw.
Und was nützt es, wenn ein 7- jähriger die Spiele auf dem Brain-Trainer nicht schafft, weil seine Aufmerksamkeit nicht ausreicht? Da muss man doch tiefer, weniger fordernd ansetzen, am besten gar keine Leistung fordern. Aufmerksamkeit z.B. ist ja eine Form der Wachheit, die vom Emotionalen System unbewusst bereitgestellt wird. Wir fördern diese am besten durch Musikhören - ohne Anforderungen zu stellen. Dabei wird die Musik vom emotionalen System verarbeitet und aktiviert dieses.
Die emotionale Situation eines Kindes fällt bei SUCHOLODETZ ganz weg. Dies gehört wohl wieder mal in einen anderen Fachbereich.
DBL:
Ich bezweifle, dass der Verband mit dem Bericht von SUCHOLODETZ den Logopäden im Land einen großen Dienst erweist. Er wird jedenfalls nichts daran ändern, das der Begriff Logopädie in der Bevölkerung recht unbekannt ist. Er wird den Logopäden auch nicht helfen, ihren Arbeitsbereich zu erweitern, er wird den Betroffenen auch nicht zum Logopäden führen.
Ich halte es für gefährlich, solche Negativ - Berichte zu veröffentlichen und dadurch große Verunsicherung zu schaffen. Das Gegenteil wird gebraucht.
Zudem ist der Bericht von Sucholodetz oberflächlich und undifferenziert, spricht jedoch viele Leute instinktiv an, da er ein heikles Problem bearbeitet. Jedenfalls kennen viele Therapeuten die einzelnen auditiven Trainingsverfahren nicht oder unterscheiden diese nicht. Der Bericht von Sucholodetz problematisiert alle auditiven Trainingsverfahren, obwohl er nur wenige beleuchtet.
Wenn der Bericht nun "AVWS" vernichtet, was kommt danach? WIE soll man jetzt die Kinder einstufen, die mehr als ein typisch logopädisches Teilproblem haben? Wird man ihnen wieder ADS aufdrücken und Pillen verschreiben ?
Uwe Minning, AUDIVA, 9/2006
AUDIVA Pressemitteilung Frühjahr 2006:
AUDIVA sucht Kooperationspartner für die Forschung
von Uwe Minning
Auditive Trainingsverfahren, die mit Klicks und Kunsttönen arbeiten, werden seit geraumer Zeit in der Therapie von Kindern mit Hörverarbeitungsschwächen eingesetzt. Bislang konnte der Transfer solcher Übungen auf Sprache, Lesen und Schreiben nicht sicher nachgewiesen werden. Nach jahrelanger Entwicklungsarbeit sind nun drei Verfahren für Diagnostik und Training entstanden, mit denen es möglich ist, Sprache in hoher Qualität und ohne Störgeräusche zu speichern, beliebig abzurufen und in verschiedener Form anzubieten. Nun soll die Normwerterhebung für die Diagnostik und Validierung von Trainingseffekten vorangetrieben werden.
1. Trainingsverfahren: DichoTrainer
Wie im dichotischen Hörtest, werden über Stereokopfhörer zufällig ausgewählte Wörter oder Silben paarweise aufgespielt. Dazu befinden sich ein Satz von bis zu 50 Silben/Wörter im Speicher des Gerätes sowie rund 10 Lobworte für die Motivation. Diese Inhalte können beliebig oft ausgewechselt und symptombezogen gestaltet werden, indem das Gerät über USB mit dem PC verbunden und ein anderes Set geladen wird. Nach dem Hören der Silben/Worte stehen verschiedene altersadäquate Spielvarianten zur Verfügung. Das Verfahren ist als neuer Mosaikbaustein in der Gesamttherapie zu sehen und kann in die tägliche Arbeit mit eingebaut werden. Zur internen Datenerhebung wird jeder Tastendruck elektronisch protokolliert. Die Auswertung gibt ein exaktes Bild der kindlichen Leistung: Fehleranzahl, Anzahl nötiger Wiederholungen, Dauer bis zum Tastendruck in Bezug auf linkes/rechtes Ohr und jedes Item aus dem Set.
Dieses Testverfahren sollte von Sprachtherapeuten systematisch untersucht werden. Interessierte Therapeuten würden über einen Zeitraum kostenfrei damit ausgestattet. Lediglich ein PC mit USB Anschluss muss vorhanden sein, um Daten abzurufen und neue Items einzuspielen. Das Gerät arbeitet ansonsten PC unabhängig.
2. Testverfahren für die akustische Aufmerksamkeit (Vigilanz)
Die akustische Aufmerksamkeit gilt als eine Basisleistung höherer Fähigkeiten wie z.B. der Lautunterscheidung, des dichotischen Hörens, der Merkfähigkeit und deren Testung. Um diese Basisleistungen kindgerecht und in kurzer Zeit erfassen zu können, wurde der AT3000 entwickelt: Ein Zielreiz wird definiert, bei dessen Ertönen über Kopfhörer eine Maustaste gedrückt werden soll. Nicht relevant sind drei andere Reize. Insgesamt besteht ein Durchlauf aus 100 Stimuli (25 Zielreize und 75 nicht relevante Reize) und dauert etwa vier Minuten. Die verwendeten VKV-Silben mit unterschiedlichen Phonemen an 1. und 2. Stelle wurden nach phonologischen Kriterien zusammengestellt.
Dieses Testverfahren soll hinsichtlich seiner Eignung für Kinder zwischen 5 und 8 Jahren geprüft werden. Angehenden Sprachtherapeuten, die zum Beispiel die Erhebung von Normwerten und die Prüfung der Testgüte zum Inhalt einer Examensarbeit machen möchten, stelle ich das Verfahren gerne für Untersuchungen zur Verfügung.
3. Screening Testverfahren für die Hörschwelle
Zum Einsatz kommt der „HörScreener“, ein "sprechendes" Testgerät zur Bestimmung der Hörschwelle im Bereich 10 bis 30 dB, das speziell für Kinder konzipiert wurde und eine differenzierte Diagnostik klinisch unauffälliger Patienten ermöglichen soll. Kinder, die mit 20 dB aus klinischer Sicht normal hören, jedoch bereits unter Verdeckungseffekten leiden, oder Kinder, die hochfrequente Konsonanten wie B/P, D/T verwechseln, sollen mit Hilfe des „HörScreeners“ differenzierter beurteilt werden.
Zum Hintergrund: Die Praxiserfahrung zeigt, dass manche Eltern bei ihren Kinder Auffälligkeiten des Hör-Verhaltens im Alltag bemerken, die klassische Audiometrie jedoch keine Hörschwäche aufzeigt. Dies kann zum einen daran liegen, dass das Kind zwar eine normale Hör-schwelle, jedoch eine Hörverarbeitungsschwäche hat. Problematisch könnte aber auch die Definition der aus klinischer Sicht normalen Hörschwelle sein. Der Standard lautet: liegt die Hörfähigkeit im Bereich von 0 dB (Null Abweichung) bis 30 dB (etwa 3 mal so leise Wahrnehmung), wird die Hörfähigkeit als normal eingestuft. Dabei wird davon ausgegangen, dass eine Hörminderung von bis zu 30 dB für den Hör-Alltag des Kindes nicht relevant ist. Kinder bauen ihre Spracherfahrung jedoch erst auf, so dass die Relevanz einer Hörminderung bis zu 30 dB möglicherweise unterschätzt wird. Die Folgen einer derartigen Verkennung von in diesem Sinne hörauffälligen Kinder wären: die Verschleppung des Problems, eine Geräusch- oder Lärmempfindlichkeit, eine beeinträchtigte Sprachentwicklung, die Tendenz Ersatzstrategien zu entwickeln, die z. B. das automatische Hören von Lautunterschieden auf die visuelle Ebene verlagern – und somit eine sekundär bedingte Hörverarbeitungsschwäche.
Diese Hypothese sowie die Praxistauglichkeit des Verfahrens sollen überprüft werden. Benötigt werden: ein ruhiger Raum, ein PC zur Datenübertragung und schalldämmende Kopfhörer. Auch diese Untersuchungen wären in projektbezogenen Examensarbeiten möglich.
Interessierte wenden sich bitte an:
Uwe Minning
Techniker, Entwickler und Forscher für Test- und Trainingsverfahren Hörverarbeitung
AUDIVA
Behlenstr. 3
79400 Kandern
Tel.: 07626-9779-14, Fax: -11
AUDIVA Pressemitteilung 2004
Neue Normwerte für die Diagnostik der auditiven Funktionen:
Neuauflage der AUDIVA Test-CD
Die AUDIVA GmbH in Kandern (Südschwarzwald), seit 1991 auf therapeutischem Gebiet im Bereich der auditiven Wahrnehmung aktiv, hat 2004 neue Normwerte veröffentlicht.
In Kooperation mit Dr. H. Rosenkötter (Ludwigsburger Arbeitskreis) wurde eine Studie zur Erfassung auditiver Normleistungen bei Kindern (1. und 2. Klasse, etwa 170 Kinder) durchgeführt.
Getestet wurden: Zahlentest, Wortergänzungstest, Lautverbindungstest, Lautunterscheidungstest der Konsonanten b,p,d,t,g,k,f,w mit und ohne Störgeräusch, Mottiertest zur Hörmerkspanne, Dichotischer Hörtest und das Hochtonverstehen bei 3000 und 4000 Hz.
Im Vergleich zu früheren Erhebungen haben sich die Durchschnittswerte der getesteten Grundschüler in der Tendenz verschlechtert. Besonders auffällig sind die Items für den Mottiertest zur Hörmerkspanne. In dieser Grundfähigkeit erreichen die Schüler heute nur noch 50% der Werte gegenüber den 70er und 80er Jahren. In der Bewertung bedeutet dies einerseits ein weiteres Zurückdrängen auditiver Verarbeitungs-Leistungen durch visuell dominierte Informationen, aber auch neue diagnostische Maßstäbe für auditiv auffällige Patienten.
AUDIVA bietet anlässlich dieser Entwicklungen eine aktualisierte Test-CD an. (Für den bestehenden Kundenkreis als Update erhältlich). Die Test-CD ist eine umfangreiche Zusammenstellung gängiger Testverfahren auf dem deutschsprachigen Markt. Die Test-CD (mit 2 Testbögen und Beschreibung) ist erhältlich für EUR 81,30; die Ordnerversion mit Anamnesebogen und Untersuchungsbericht für EUR 99,50 bei:
AUDIVA Hören und Bewegen, Behlenstraße 3, 79400 Kandern
Kostenfreie Telefonnr.: 0800/ 9779 800




