Das AUDIVA Training
2.1.5 BESCHREIBUNG DES AUDIVA TRAININGS
Das im Rahmen der „Landau-Studie“ an den Schulen durchgeführte AUDIVA Training ist Bestandteil des von AUDIVA entwickeltem Hörwahrnehmungstrainings (kurz: HWT), bei dem über ein HWT-Gerät Hochtontraining und Lateraltraining verknüpft werden. Die Hintergründe diese Klangveränderung sind auf der Webseite www.audiva.de nachzulesen oder können dort schriftlich angefordert werden. Als „Trainingsmusik“ wurden die AUDIVA CD´s 1...7 verwendet, die instrumentale Titel von von Mozart (und etwas von Bach und Vivaldi) enthielten. Durch das HWT-home Gerät und einem schriftlichen Trainingsplan wurde den Studenten vorgegeben, die Steigerung der Level 4...6 (steigende Klangveränderung) am HWT home Gerät während der Trainingswochen einzustellen und zu überwachen (siehe Trainingsplan Studie Landau). Eine CD wurde eine Woche lang vorgespielt (wobei ein Wechsel der CD im Rahmen der sieben CDs tolerierbar war). Die Kinder hörten die Musik über beigestellte Kopfhörer vom Typ QP 160, die die spezifischen Klangveränderungen deutlich wiedergaben.
Das Musikhören wurde mit einer handlichen Geräte - Version durchgeführt. Um das Auf- und Abbauen übersichtlich zu gestalten, war für die „Studie Landau“ die Apparatur in einem Koffer untergebracht. Diese Kofferlösung wurde zusätzlich mit einem Kopfhörerverstärker ausgestattet, der es erlaubte bis zu 7 Kopfhörer direkt einzustecken (rechts 5 und unten rechts weitere 2 Kopfhörer). Weitere Kopfhörer konnten über 2 Fach Verteiler angeschlossen werden. Siehe Bild:
In der Regel wurde ein Gerät verwendet, in einigen Klassen auch zwei Geräte. Während des Musikhörens wurde in den Klassen „Stillarbeit“ durchgeführt, die Kinder konnten Aufgaben machen, malen o.ä. In den Klassen herrschte während dieser Zeit also Ruhe. Nach einer Einweisung durch die Testleiterinnen (Studentinnen, die im Rahmen dieses Projektes ihre Examensarbeit schrieben), die auch die alle Testungen mit den Kindern vornahmen und die Fragebögen verteilten und einsammelten, bauten die Lehrerinnen das AUDIVA Training in den Unterricht ein. Die Studentinnen besuchten ihre Schule meist einen Tag pro Woche und machten an diesem Tag auch das AUDIVA Training mit den Kindern. Gleichzeitig sammelten Sie Erfahrungen im Austausch mit den Lehrern und bestätigten und korrigierten die Handlungen der LehrerInnen. An allen anderen Tagen, stellten die LehrerInnen die Technik auf und führten das Training selbstständig durch.
2.2.1 PROBLEME BEI DER DURCHFÜHRUNG
Bei der Durchführung im Setting Schule ergaben sich einige Probleme:
- Nicht alle Lehrerinnen haben so mitgearbeitet, wie erwünscht; an einigen Schulen fiel z.B. das Hörtraining aus, wenn die Studentinnen nicht da waren oder wurde sehr unregelmäßig durchgeführt. Auch wurden die Fragebögen nicht immer gewissenhaft ausgefüllt.
- Die gewünschte Trainingshäufigkeit konnte oft auch deshalb nicht eingehalten werden, weil Projekttage, Projektwochen, Klassenarbeiten usw. dazwischenkamen.
- Das Setting Schule ist problematisch, da, wenn die Kinder nicht in einem extra Raum zum Musikhören sitzen, Störungen durch Klassenkameraden und den normalen Unterrichtsverlauf häufig sind, was den Effekt zusätzlich einschränken kann.
Insgesamt war das Setting z.T. nicht geeignet und auch die Zeit zu kurz, mit zu vielen Unterbrechungen.
Die Elternfragebögen waren schwer auswertbar. Aufgrund der Rückmeldungen der Studentinnen aber auch anhand der Ergebnisse (sehr schwankend und uneinheitlich) wurde klar, dass erstens nicht immer derselbe Elternteil den Fragebogen ausfüllte und zweitens ein Teil der Eltern sprachliche Probleme hatte (Migrationshintergrund). Außerdem war die Motivation der Eltern häufig nicht besonders hoch. Der Vollständigkeit halber wurden aber auch für die Elternfragebögen Berechnungen durchgeführt, die jedoch zu uneinheitlichen Ergebnissen führten, weshalb dieser Punkt in den weiteren Berechnungen (Extremgruppe) unterblieb.


