Training der auditiven Funktionen nach erworbener beidseitiger temporaler Hirnschädigung

Eine Einzelfalldarstellung eines Patienten mit auditiver Agnosie

Hörtraining mit dem DichoTrainer, Zitat: "Im Alltag liess sich jedoch beobachten, dass sich die Verarbeitungsgeschwindigkeit für auditive Stimuli deutlich erhöht hatte und dass sprachliche Information bei Abschluss des Trainings in einer natürlichen Kommunikationssituation besser verstanden werden konnte. Der Patient berichtete auch, er könne wieder Musik hören und Fernsehen schauen."

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von Alexandra Liebs
Logopädin, Klinische Linguistin MSc
Klinik Valens
CH 7317 Valens, Schweiz

 

Aus dem Inhalt:

Klinische Befunde

Der beschriebene Patient (*1967) erlitt 2006 eine Subarachnoidalblutung
wahrscheinlich aufgrund eines rupturierten Aneurysma der A. communicans posterior links. In den CT-Befunden vom August 06 zeigten sich frische Blutungsareale in den basalen Zisternen, um den Circulus Willisii bis in die Falxregion frontal. Rechts temporal zeigte sich eine glatt begrenzte subdurale Formation mit einem Durchmesser von 1,6 cm. Im Verlauf kam es zu einer cerebrovaskulären Ischämie im Bereich des linken Temporallappens, die bis zu den Basalganglien reichte. Weitere Infarktareale markierten sich im linken frontalen Mediastromgebiet, sowie im Bereich des rechten temporalen Mediastromgebietes. Es entwickelte sich ein Hydrocephalus, der mit Hilfe einer Ventrikeldrainage behandelt wurde. Im weiteren Verlauf zeichnete sich ein Marklagerdefekt rechts frontal sowie ein Mediainfarkt rechts präzentral ab.
Nach Abklingen der akuten Krankheitssituation markierten sich im CT Narbenareale in folgenden Bereichen:

  • Ausgedehnte Läsionen im Bereich des gesamten Mediastromgebietes rechts, dorsal betont
  • Kleinere Läsionen im Grenzstromgebiet der A. cerebri media und anterior rechts, einschliesslich der Inselregion
  • Läsionen im hinteren Stromgebiet der A. cerebri media links

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