MP3 Hör-Qualität
MP3 ist ein Verfahren, um die Größe einer Klangdatei zu verringern. Um dies zu erreichen, werden Klangelemente entfernt und der Rest als mathematische Konstruktion gespeichert.
MP3 erobert die Welt. Dem „Verbraucher“ sollen komprimierte Klanginformationen genügen, die sich auf den ersten „Blick“ genauso anhören.
Praktisch für die Industrie, sie kann MP3 leicht auf Handy´s als Klingeltöne übertragen oder ganze Musikarchive im Internet bereithalten. Dadurch geht die Nachfrage nach CD-Player und Discmen/Discman zurück. Schon mit Einführung der CD-Player, die MP3 und normale CD´s abspielen können, sank die Qualität bei vielen Geräten, wie unsere langjährigen Erfahrungen zeigen.
Doch schauen Sie selbst hin - ist MP3 wirklich gut oder säuselt sie dem Verbraucher etwas vor:
Im Beispiel sehen Sie ein Ausschnitt aus Mozart, KV 250 Andante, ein Violinsolo von 4,5 Sekunden von einer normalen CD. Auf dem PC zu erkennen als titel.wav Datei (doch das "wav" sehen sie seit XP in der Standardeinstellung nicht mehr):
das Spektrum des Violinsolos von einer echten CD. Wenn Sie auf das Bild klicken, wird eine WAV Datei auf ihren PC übertragen. WAV Dateien sind unveränderte Originale einer CD und mindestens 10 Mal so groß wie MP3 Dateien...
Jetzt MP3:
Das gleiche Violinsolo nach MP3 Konvertierung in 128k, 16Bit, Stereo (128k ist eine gute MP3 Auflösung). Wenn Sie auf das Bild klicken wird eine MP3 Datei auf Ihren PC übertragen. Weniger als 10% der ursprünglichen Grösse.
Hören Sie den Unterschied?
Wenn nicht, keine Sorge, denn MP3 ist durch zahlreiche AkustikerOhren abgesegnet worden.
Aber sichtbar ist er: über 16 kHz ist alles gelöscht; ab 4 kHz fehlen Signale, die zwischen den harmonischen Oberwellen der Violine liegen. Dadurch wird das Klangbild steriler, indem Zwischenräume gelöscht werden.
Nochmal MP3 mit anderer Einstellung:
Das gleiche Violinsolo nach MP3 Konvertierung in 256k, 16Bit, Stereo (256k ist eine sehr hohe MP3 Auflösung).
Ich bin selbst enttäuscht über das Ergebnis und hätte erhofft, mit 256k werden gegenüber 128k die Lücken über 16 kHz ausgefüllt. Stattdessen offenbart sich ab 16 kHz eine Ignoranz des MP3-Systems gegen höhere Auflösung über 16 kHz.
Wenn es nach A.A. Tomatis geht, dürfen nur Tonbandmaschinen verwendet werden, wenn es nach AUDIVA geht, dürfen nur echte CD´s verwendet werden (kein MP3, kein Ipod...).
Erklärung: diese Bilder sind Screenshots aus dem weltweit besten Audio Analyse- und Bearbeitungsprogramm Cool Edit 2.1 im Modus spektrale Darstellung (inzwischen hat Adobe diese Firma aufgekauft - AUDITION ist der neue Name).
Wir haben hier die Frequenz- und Amplitudenverläufe verglichen. Es gibt außerdem noch Abweichnungen im Zeitverlauf, die aber schwieriger sichtbar zu machen sind.



