EEG - Messung Hirnaktivität auf HWT - Musik

Das EEG zeichnet die Veränderungsmuster der Hirnwellen im Kortex auf. In Bezug auf Hörtraining soll die anregende/ausgleichende Wirkung des HWT mit Musik über Ohrhörer (anstatt Kopfhörer, um die Ableit-Elektroden nicht zu beeinflussen) über das EEG sichtbar gemacht werden.

Projekt 1 - Hirnantwort auf hochtongefilterte versus normale Musik

Die Hypothese: das Hochtonfilter verändert das Frequenzspektrum des Klanges, indem im vergl. zu normaler Musik, die Frequenzen zw. 1000 und 6000 Hz um bis zu 30 dB angehoben werden, bei gleichzeitiger Absenkung der tiefen Frequenzen.
Die neuronale Erregung (die Anzahl von der Cochlea in die Hörrinde feuernden Nervenbahnen) nimmt dabei deutlich zu. Das liegt daran, das zw. 1000 und 6000 Hz die meisten Haarzellen in der Cochlea angeordnet sind. Man spricht auch von Hörstrahlung und nach Tomatis geht von dieser Anregung eine Aufladung der Hirnrinde aus. Ähnlich wie beim Muskel, muss auch das Gehirn durch verstärkte Enervierung zu mehr Stoffwechsel und Verbindungs-Aktivität trainiert werden.
Diese vermehrte neuronale Erregung sollte am EEG deutlich sichtbar werden. Sie ist derzeit bei vielen Anwendern als angenehmes Kribbeln oder Jucken spürbar.

Als Hörinhalt wird Mozart Musik mit hohem Anteil an Violinen verwendet, um ein harmonisches Erlebnis sicherzustellen.
Bitte bei allen Testpersonen die gleiche CD und den gleichen Track verwenden.

Aufbau:

Discman oder CD-Player mit HWT home oder praxis verbinden. Ohrhörer Sennheiser MX 300 anschliessen und beide Ohren damit versorgen.
AUDIVA CD 1 einlegen, Track 1 (Allegro KV 110) abspielen. Die Lautstärke hängt von der Sensibilität der Testperson ab und sollte so eingestellt werden, dass die TP den Klang deutlich hört, es darf jedoch nie zu laut werden; es würden dann leichte muskuläre Verkrampfungen auftreten. Erfahrungsgemäß Lautstärke am HWT unten rechts zw. 3 und 5.

Ablauf:

Einstellungen am Trainingsgerät HWT home / praxis

1. Ruheableitung als Referenz
Ohrhörer eingesetzt und angeschlossen, CD Player STOPP (Stille).

2. Ableitung - normales Hören
CD Player START Track 1, normales Hören mit folgenden Einstellungen
     HWT home:     "Bitte wählen" > Hochton-Filter wählen
     HWT praxis:     "HT" drücken
dann Einstellung     "Speicherplatz 0" wählen, dann Kontrolle:
     Einstellung     "Eckfrequenz"      - egal -
     Einstellung     "Filterung"            Filterung 0%

3. Ableitung - gefiltertes Hören   
Hochtongefiltertes Hören mit folgenden Einstellungen   
     Einstellung     "Speicherplatz 5"    wählen, dann Kontrolle:
     Einstellung     "Eckfrequenz"        > 4000 Hz   
     Einstellung     "Filterung"            > Filterung 80%

Sollte die AUDIVA CD 1, Track 1 zu kurz sein, bitte mit Track 7 ergänzen oder Track 1 mehrmals wiederholen.
Track 7 ist in der Struktur ähnlich Track 1. Die anderen Tracks nicht verwenden, da diese wesentlich abweichende Stimulierungen bedeuten.

Beachten: Gehörschutz im HWT spricht an - bei zu lauter Einspielung der Musik! (Kopfhörer wird kurzzeitig ausgeschaltet - schützt Kind und Therapeut). Dann bitte oben links (Lautstärke CD) zurückstellen.

Ergebnisse:

3 Ableitungen bei verschiedenen Personen:  über 2 Kanäle abgeleitet. Sicher zu sehen war während der Ableitung, dass eine Beruhigung des Roh EEG zu sehen war. D.h. es wurde langwelliger, verschob sich an den Punkten C4 und C3 in Richtung Alphawelle. Genauere Interpretationen folgen. Interessant wäre eine Ableitung an T3/ T4, ob eine verstärkte Aktivierung im auditiven Cortex stattfindet. 

Soweit die ersten Ergebnisse von Michael Förster aus Gronau-Epe.

Aufruf für Forschungsarbeiten:

Therapeuten und Ärzte mit EEG Ausstattung, die interessiert sind  melden sich bitte bei Uwe Minning, AUDIVA: 07626-9779-14.