Diese Seite richtet sich an Menschen, die einen störenden Brummton wahrnehmen.

Das Brummen geht nach meiner Kenntnis von oszillierenden Muskeln im Mittelohr aus. Diese Muskeln sind zentral vom Gehirn gesteuert und Teil unserer Hörverarbeitung, womit Audiva sich seit 1992 befasst und Trainings anbietet.

Audiva Therapieforschung bei Brummton

Wir kooperieren mit Sebastian Knabe und unsere Ergebnisse können Sie in der Zusammenfassung anonymisiert auf seiner Webseite http://www.brummtonheilung.de/ sehen.

Wir beginnen jetzt (Februar 2015) ein Projekt für Brummer, welches wir kostenfrei in unseren Räumen in 79400 Kandern (Südschwarzwald) anbieten. Wir möchten herausfinden, welche Audiva Methode am besten geeignet ist, um Erleichterung zu verschaffen. Wir werden einen Fragebogen durchgehen, ev. einen Hörtest machen (bringen Sie am besten einen Hörtest vom HNO oder Akustiker mit).
Dann werde ich einen dichotischen Hörtest sowie einen Test zum Hochtonverstehen durchführen.
Das gibt mir einige Hinweise für das Hörtraining. Das Hörtraining selbst findet direkt im Anschluss statt und wird in ruhiger Atmosphäre bei uns im Entspannungssessel durchgeführt. Planen Sie etwa 60-90 Min. Zeit für Ihren Besuch ein. Danach werden Sie auf jeden Fall die Wirkung an sich merken und können entscheiden, ob Sie das Hörtraining zu Hause weiterführen möchten.

Melden Sie sich im Laufe des Jahres 2015 bei uns entweder per Kontaktformular oder telefonisch (siehe unten) für einen kostenfreien Termin bei uns an. Die ursprüngliche Erwartung bis zum 28.2.15 etwa 5 bis 10 Betroffene hier zu haben, hat sich nicht erfüllt. Daher wird das Angebot verlängert.

Theoretischer Hintergrund 

In der Regulierung des Mittelohres sind der stapedius und tympani Muskel vorhanden (Bild rechts) und geben dem Trommelfell und der Knöchelchenkette (Hammer, Amboß und Steigbügel) eine gewisse Grundspannung. Laut Literatur schützen diese Muskeln vor zu lautem Schall. Das ist jedoch nur ein Reflex bei hohen Lautstärken und nur nebenbei von Bedeutung.
Die eigentliche dynamische Funktion vom Tensor Tympani entdeckte man 1974 (Borg & Zakrisson, Acta Otolaryngol 79, 325-333, 1975): Immer wenn wir die Absicht haben zu Sprechen, also unsere Stimmbänder zu aktivieren, wird einige Millisekunden (ms) vorher die Mittelohrmuskulatur dynamisch angespannt, um den beim Sprechen resultierenden Knochenschall von der Brust zum Felsenbein in dem das Innenohr aufbewahrt ist, zu drosseln.
Das braucht unser Sinnessystem Gehör, um die tiefen Brummtöne (!!!) der eigenen Stimmbänder zu drosseln, damit wir auch während des Sprechens noch hören können.
Sänger sind darauf angewiesen!
Wenn nun dieser Regelkreislauf durch viel Lärm im Alltag (häufiger Stapedius Reflex) überlastet wird oder durch viel Schreien / lautes Sprechen die Muskeln überlastet werden, kann die muskuläre Mittelohrsteuerung an ihren Anschlag geraten und in Eigenschwingungen als Stresssymptom geraten, die sich dann als Brummton äußert.

Gründe wie OP´s die das Hörsystem im weitesten Sinne betreffen oder Hörstürze kommen als Auslöser hinzu.

Der Brummton klingt oft wie von Außen kommend, ist jedoch im Gehirn verursacht. Neurologisch ist die Steuerung der Mittelohrmuskeln von der formatio reticularis her abzweigend, ist damit dem Stammhirn und vegetativen System zuzuordnen, wo keinerlei willentliche Einflüsse hinreichen.

Für diese Theorie spricht auch die tiefe Frequenz des Brummens, da diese kleinsten Muskeln 90Hz als Obergrenze haben können.
Sobald man das System stresst, laute Musik, Lärm... (was ja auch nicht angenehm ist) fühlt man kurz Erleichterung, das Brummen stellt sich jedoch wieder ein. Es fehlt der Ruhepunkt in der Mittelohrsteuerung.

Unsere Erfahrung zeigt, dass sich zentral auditive Prozesse gut durch Hörtraining beeinflussen lassen. Es gibt berechtigte Hoffnung dafür eine Methode der Linderung zu finden. Die Auswahl:

Wir arbeiten mit Lateralisierung und Hochtonfilterung, mit Musik- (Phase A) und Sprache (Phase B) mittels Luftleitung (Kopfhörer, Knochenleitung und Hauthören), mit Ultraschall... dazu kommen Klangfühlboxen im Tieftonbereich... Ich habe in den letzten 25 Jahren durch meinen individuellen Forschergeist einiges geschaffen, was bereit steht und bereits in vielen Bereich erfolgreich eingesetzt wird.

Arbeitsgrundlage Wirkungszusammenhänge

  • Brummer konzentrieren sich auf den Tieftonbereich, geben diesem Aufmerksamkeit und verstärken dadurch den eigenen Brummton. Das Audiva® HWT bietet verstärkt hohe Frequenzen an und verlagert die Wahrnehmung weg vom Brummton in den Bereich ab 1000 Hz. 
  • Brummer werden durch die tiefen Brumm-Frequenzen auch schlaff und energiearm. Nach meinen Forschungen machen unabhängig von Brummern, tiefe Frequenzen der Gewaltmusik (Megabässe, Rap, Disco, Metal, Rock...) aggressiv oder einfach schlaff.
    Sie werden beim Besuch die feinen hohen Frequenzen der Violine von Mozart Bach Vivaldi in einer ganz neuen Intensität hören.
  • Häufig berichten HWT Anwender (keine Brummer) von einem Kitzeln oder Ziehen im Mittelohr. Das sagt mir, dass das HWT Training die Muskulatur im Mittelohr anspricht.
    Das könnte bei den Brummern zum erhofften Ausgleich beitragen!
  • Wir haben einen speziellen Lateral Modus entwickelt, der nur die Links-rechts Verschiebung anbietet und stark auf die Mittelohrmuskulatur einwirkt. Diesen Modus werde ich Ihnen beim Besuch ebenfalls anbieten.

02/2015 Uwe Minning

Aufbau des Ohres und im folgenden Bild speziell das Mittelohr: